121 neue Photovoltaik-Projekte: Deutschlands Solarausbau gewinnt an Fahrt
Edeltrud Wagner121 neue Photovoltaik-Projekte: Deutschlands Solarausbau gewinnt an Fahrt
Deutschlands jüngste Solarausschreibung vergibt Verträge für 121 neue Photovoltaik-Projekte
Bei der aktuellen Ausschreibungsrunde für Solarenergie in Deutschland wurden Verträge für 121 neue Photovoltaik-Anlagen vergeben. Zusammen werden diese eine Leistung von 281 Megawatt (MW) erzeugen. Die Ergebnisse zeigen ein großes Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien im gesamten Land.
Die Bundesnetzagentur bestätigte, dass in dieser Runde jedes gültige Angebot eine Förderung erhielt. Die Preise für die bezuschlagten Projekte lagen zwischen 8,28 und 10,40 Cent pro Kilowattstunde (kWh), der gewichtete Durchschnittswert betrug 9,66 Cent pro kWh.
Nordrhein-Westfalen sicherte sich die meisten Verträge und gewann 29 Projekte mit einer Gesamtleistung von 57 MW. Bayern erhielt zwar weniger Projekte (19), stellte aber mit 59 MW den größten Kapazitätsanteil. Die Ausschreibung konzentrierte sich auf Dach- und Lärmschutzwandanlagen mit einer Größe zwischen 1 und 20 MW. Kleinere Solaranlagen bis 100 Kilowatt erhalten feste Einspeisevergütungen zwischen 6,32 und 12,47 Cent pro kWh, wenn sie den gesamten erzeugten Strom ins Netz einspeisen. Bei Überschusseinspeisung sinken die Vergütungssätze auf 6,32 bis 7,86 Cent pro kWh.
Die Beteiligung an dieser Runde war höher als bei der Ausschreibung im Juni, bei der zwar 283 MW angeboten wurden, aber nur 118 Verträge für 255 MW vergeben wurden. In der aktuellen Runde schied die Bundesnetzagentur 19 Gebote aus, die betroffenen Unternehmen wurden jedoch nicht genannt.
Die Ergebnisse der Ausschreibung unterstreichen die wachsende Nachfrage nach Solarenergie in Deutschland. Da alle gültigen Angebote gefördert wurden, wird das Land seine Solarkapazität um 281 MW erweitern. Die Bandbreite der vergebenen Preise und die regionale Verteilung spiegeln einen vielfältigen und wettbewerbsintensiven Markt wider.
