2025: Wie Mariah Carey, Netflix-Hits und Clubsterben die Popkultur prägten
Ariane Rosenow2025, der Wahnsinn: Ein Lexikon für das Labubu-Jahr - 2025: Wie Mariah Carey, Netflix-Hits und Clubsterben die Popkultur prägten
Das Jahr 2025 brachte bemerkenswerte Veränderungen in der deutschen Popkultur, Unterhaltungsbranche und gesellschaftlichen Trends. Von musikalischen Meilensteinen bis hin zu einem sich wandelnden Nachtleben spiegelte das Jahr sich verändernde Geschmäcker und den Generationswechsel wider.
Ein besonderer Höhepunkt war Mariah Careys Weihnachtshit, der Rekorde brach, während eine neue Netflix-Miniserie und die finalen Staffeln globaler TV-Lieblinge das Publikum in ihren Bann zogen.
In der Musik wurde Mariah Careys „All I Want for Christmas Is You“ zum erfolgreichsten Nummer-eins-Hit Deutschlands – gemessen an den Wochen auf Platz eins. Der anhaltende Erfolg des Songs festigte seinen Status als festes Weihnachtsritual. Unterdessen sicherte sich Ayliva zum dritten Mal in Folge den Titel „Künstlerin des Jahres“ auf YouTube und unterstrich damit ihre Vorherrschaft in der digitalen Musikszene.
Auch das Fernsehen erlebte prägende Momente. Die im März veröffentlichte Netflix-Serie „Adoleszenz“ avancierte schnell zum Gesprächsthema. Fans verabschiedeten sich von „Squid Game“ und „Stranger Things“, deren letzte Staffeln ausgestrahlt wurden. Reality-TV sorgte ebenfalls für Schlagzeilen, als Harald Glööckler und Désirée Nick bei „Promi Big Brother“ wieder gemeinsam auftraten und ihre Beliebtheit als unzertrennliches Duo festigten. Sprachliche Trends spiegelten die Jugendkultur wider: „Das crazy“ wurde zum „Jugendwort des Jahres“ gewählt – eine schnelle Antwort, wenn einem die Worte fehlten oder die Begeisterung gering war.
Ein weiterer kultureller Wandel zeigte sich im Konsumverhalten: Eiskaffee mit Vanilleeis, einst der klassische Sommergenuss, wurde von Eistee oder Iced Latte als bevorzugtes Erfrischungsgetränk abgelöst. Berlins Nachtleben stand vor einem Einschnitt, als mehrere legendäre Clubs für immer ihre Türen schlossen. Die Schließungen markierten einen tiefgreifenden Wandel in der nächtlichen Szene der Hauptstadt. Auf leichtere Weise regte Frederik Brauns Lied „Bildschirmblick“ die Hörer dazu an, ihr Smartphone-Nutzungsverhalten zu reflektieren.
Zudem wurde 2025 als das Jahr gefeiert, in dem angeblich die „Generation Beta“ auf die „Gen X, Y, Z“ und „Alpha“ folgte. Obwohl die Debatte über Generationsbezeichnungen anhielt, etablierte sich der Begriff zunehmend in Medien und gesellschaftlichem Diskurs.
Bis zum Ende des Jahres hatte sich die deutsche Kulturlandschaft in kleinen, aber spürbaren Schritten verändert. Streaming-Rekorde, Sprachtrends und die Umbrüche im Nachtleben deuteten auf eine Gesellschaft hin, die sich neuen Rhythmen anpasste. Die Mischung aus Nostalgie und Innovation hinterließ 2025 nachhaltige Spuren in Unterhaltung und Alltag.
