50 Jahre Dormagener Geschichtsvereinigung: Wie sie das römische Erbe bewahrte
Uta Patberg50 Jahre Dormagener Geschichtsvereinigung: Wie sie das römische Erbe bewahrte
Die Dormagener Geschichtsvereinigung hat ihr 50-jähriges Jubiläum mit einer Feier im Römerkeller in St. Michael begangen. Die 1975 gegründete Gruppe hat eine zentrale Rolle bei der Erforschung und Förderung des römischen Erbes der Stadt gespielt. Ihre Arbeit trug maßgeblich dazu bei, dass das antike Reiterkastell Dormagens 2021 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.
Ursprünglich als „Ortsgruppe Niederrhein linksrheinisch“ von Eberhard Kleinebudde, Hans-Willi Schmidt und weiteren Mitstreitern ins Leben gerufen, gelang der Vereinigung unter der Leitung von Dr. Gustav Müller ihr erster großer Fund: die Entdeckung römischer Überreste in Nievenheim. Über die Jahrzehnte weitete die Gruppe ihre Aktivitäten aus und arbeitete eng mit der Unteren Denkmalbehörde und der städtischen Marketingabteilung zusammen, um thematische Führungen zur römischen Geschichte anzubieten.
2021 flossen ihre Forschungsergebnisse in die Ernennung des Reiterkastells im Dormagener Stadtzentrum zum Teil des UNESCO-Welterbes „Niedergermanischer Limes“ ein. Zudem gestaltete die Vereinigung Ausstellungen im Römerkeller und im Historischen Rathaus, um dieses Erbe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bürgermeister Erik Lierenfeld würdigte später ihr Engagement für die Vertiefung des historischen Bewusstseins in Dormagen.
Das 50-jährige Jubiläum am 1. Dezember 2025 wurde zwar im Römerkeller gefeiert, doch größere Festlichkeiten sind für 2026 geplant – ein Jahr, das zugleich den fünften Jahrestag der UNESCO-Anerkennung markiert und damit eine weitere Gelegenheit bietet, die Bedeutung der Vereinigung zu unterstreichen.
Die Dormagener Geschichtsvereinigung prägt weiterhin, wie die Stadt mit ihrer Vergangenheit umgeht. Durch Ausstellungen, Führungen und Forschungsarbeit hat sie die römische Geschichte der Region einem breiten Publikum nähergebracht. Mit weiteren Veranstaltungen im Jahr 2026 wird ihr Einfluss voraussichtlich noch wachsen.
