700 Kurden demonstrieren in Düren für Freiheit in Kurdistan
Friedliche Demonstration für die Freiheit in Kurdistan in Düren
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 kurdische Demonstranten versammelten sich am Kaiserplatz, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen. Die Veranstaltung wurde vom Kurdischen Kulturverein Düren organisiert und folgte einer genehmigten Route durch die Innenstadt.
Der Demonstrationszug startete am Kaiserplatz und zog entlang einer vorher abgestimmten Strecke durch die Straßen Dürens. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen und das Versammlungsrecht zu schützen. Trotz kleinerer Spannungen verlief der Marsch weitgehend ohne Störungen.
Im Nachgang leitete die Polizei zwei Ermittlungsverfahren ein – eines wegen Beleidigung, ein weiteres wegen versuchten Angriffs. Gegen 20:00 Uhr kehrten die Teilnehmenden zum Kaiserplatz zurück, wo die Kundgebung endete. Die Behörden bestätigten, dass es während der Veranstaltung zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen war.
Die Demonstration erfolgte vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Region: Am 24. Januar war eine Verlängerung des Waffenstillstands vereinbart worden, um die Überstellung von IS-Gefangenen in den Irak zu ermöglichen. Bereits am 18. Januar war eine Vereinbarung unterzeichnet worden, die die Eingliederung der von Kurden verwalteten Gebiete in die Zentralregierung vorsieht. Die USA unterstützen diesen unter Ahmed al-Scharaa eingeleiteten Prozess, doch in Nordsyrien bleibt die Lage angespannt.
Die Kürener Proteste endeten ohne schwere Auseinandersetzungen, auch wenn es zu zwei isolierten Vorfällen kam, die polizeilich untersucht werden. Veranstalter und Behörden arbeiteten eng zusammen, um während der gesamten Kundgebung für Ordnung zu sorgen. Seit der Demonstration gab es keine neuen Meldungen aus Nordwestsyrien oder dem Nordirak.
