Aktiensturz um 18 %: Insider-Verkäufe lassen Kurs nach Lock-up-Ende abstürzen
Edeltrud WagnerAktiensturz um 18 %: Insider-Verkäufe lassen Kurs nach Lock-up-Ende abstürzen
Die Aktien des Unternehmens stürzten heute ab, nachdem wichtige Insider das Recht erhielten, ihre Anteile an der Börse zu verkaufen. Der Kurs brach um 18,67 % auf 1,22 Euro an der Börse Düsseldorf ein. Dieser Rückgang folgt auf das Auslaufen der sogenannten Lock-up-Vereinbarungen für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und frühe Investoren.
Die Aktie kämpft bereits seit Jahresbeginn mit schweren Verlusten und hat über 75 % ihres Wertes eingebüßt. Ein Großteil dieses Einbruchs geht auf die starke Verwässerung zurück, die durch die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung von Übernahmen – darunter Plan A und The Remedy Project – entstanden ist. Das Vertrauen der Anleger litt darunter, und das heutige Ende der Haltefristen hat den Verkaufsdruck weiter verschärft.
Die Handelsvolumina schossen in die Höhe, da Marktteilnehmer bestrebt waren, ihre Positionen abzubauen. Viele scheinen sich auf weitere Kursrückgänge einzustellen, falls die nun freigegebenen Insider größere Aktienpakete veräußern. Da in naher Zukunft keine positiven Nachrichten zu erwarten sind, wird die weitere Entwicklung des Kurses maßgeblich davon abhängen, wie stark diese Beteiligten ihre Anteile reduzieren. Die Entscheidung des Unternehmens, Übernahmen durch Aktienemissionen zu finanzieren, hatte das Vertrauen bereits untergraben. Nun droht das Ende der Verkaufsbeschränkungen für Insider den Kurs weiter zu belasten.
Die Aktie notiert derzeit bei 1,22 Euro – deutlich unter den früheren Werten in diesem Jahr. Die kurzfristige Performance wird davon abhängen, ob wichtige Aktionäre ihre Anteile veräußern. Ohne neue Impulse bleibt der Markt auf ein mögliches Überangebot durch die freigegebenen Aktien fokussiert.
