Angriffe auf Kirchen in NRW erreichen traurigen Rekord mit 45 Straftaten 2025
Wieslaw JähnAnti-Christianische Gewalt: Meist deutsche Verdächtige - Angriffe auf Kirchen in NRW erreichen traurigen Rekord mit 45 Straftaten 2025
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat seit 2017 insgesamt 279 Straftaten mit antichristlicher Motivation registriert. Die jüngsten Zahlen, die vom Innenministerium des Landes veröffentlicht wurden, zeigen ein anhaltendes Muster von Angriffen auf Kirchen und religiöse Stätten. Die Behörden haben bisher 82 Tatverdächtige ermittelt und sechs Festnahmen in Verbindung mit diesen Verbrechen vorgenommen.
Die Daten, die aus den jährlichen Kriminalstatistiken stammen, offenbaren einen stetigen Anstieg der Vorfälle in den vergangenen Jahren. Allein 2023 wurden 15 Fälle dokumentiert, 2024 stieg die Zahl auf 22. Vorläufige Zahlen für 2025 deuten auf 45 Straftaten hin – die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt wurden 96 Kirchen und religiöse Einrichtungen in der Region durch gezielte Angriffe direkt beschädigt oder zerstört.
Von den 82 ermittelten Tatverdächtigen wurden 41 einer religiösen Ideologie als Hauptmotivation zugeordnet. Bei 18 spielten ausländische extremistische Überzeugungen eine Rolle, während 14 dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind. Linksextremismus lag in vier Fällen vor, die übrigen fünf Tatverdächtigen handelten aus anderen Motiven. Die Mehrheit der Verdächtigen – 47 Personen – besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.
Die katholische Kirche in Deutschland hat wiederholt Besorgnis über die zunehmende Vandalenwelle geäußert. Zu den gemeldeten Vorfällen zählen Schändungen wie Kot in Weihwasserbecken sowie die Enthauptung von Christus- und Heiligenstatuen. Diese Taten fallen unter die Kategorie "christenfeindliche Hasskriminalität", eine Einstufung, die 2017 zur Erfassung politisch motivierter Straftaten eingeführt wurde.
Die Zahlen unterstreichen einen anhaltenden Trend antichristlicher Straftaten in Nordrhein-Westfalen. Bisher führte dies zu sechs Festnahmen, die Ermittlungen dauern jedoch an. Die Daten zeigen zudem die vielfältigen ideologischen Hintergründe dieser Angriffe – von religiösem Extremismus bis hin zu rechtsextremen und linksextremen Einflüssen.
