Angriffe auf **KRITIS** legen Deutschlands verletzliche Infrastruktur offen – Solingen und Berlin betroffen
Edeltrud WagnerAngriffe auf **KRITIS** legen Deutschlands verletzliche Infrastruktur offen – Solingen und Berlin betroffen
Angriffe auf kritische Infrastruktur in Solingen und Berlin offenbaren schwere Schwächen in Deutschlands Energie- und Verkehrsnetzen
Ein Brand unter der Wupperbrücke in Burg hat gezeigt, wie schnell Hunderte von Anwohnern ohne Strom und Kommunikation auskommen müssen. Die jüngsten Vorfälle machen deutlich: Die Schutzmaßnahmen gegen Bedrohungen – von Extremwetter bis zu gezielter Sabotage – sind unzureichend. Nun fordern Behörden und kritische Anleger wie Mario Voigt strengere Sicherheitsvorkehrungen.
Die Gefahren wurden besonders deutlich, als ein Angriff auf das Berliner Stromnetz 45.000 Haushalte ohne Elektrizität, Heizung und Licht zurückließ. In Burg demonstrierte der Brand ähnliche dramatische Risiken: Wichtige Versorgungsleistungen brachen für viele zusammen. Wie das nordrhein-westfälische Landesamt für Verfassungsschutz warnt, zielen linksextremistische Gruppen gezielt auf Standorte, an denen sie mit minimalem Risiko maximale Störungen auslösen können.
"Die kritische Infrastruktur ist nach wie vor gefährdet", mahnt Carsten Voigt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag. Er betont, dass Sicherheitskonzepte ständig überprüft und verbessert werden müssten. Gleichzeitig lobte er die Winterdienste und Busfahrer, die trotz extremer Bedingungen Straßen und öffentlichen Nahverkehr aufrechterhielten. In Solingen haben die Technischen Betriebe Solingen (TBS) und die Stadtwerke bereits Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Bis zu 130 Mitarbeiter setzten mit 16 Winterdienstfahrzeugen von den frühen Morgenstunden bis zum späten Abend alles daran, Hauptverkehrsadern freizuhalten und zu streuen. Dank ihres Einsatzes konnten Rettungskräfte und der ÖPNV trotz Schnee und Eis weiterarbeiten.
Innenminister Herbert Reul warnt vor einer weiteren Gefahr: Öffentlich zugängliche Informationen über Stromleitungen und Kabelverzweigungen könnten potenziellen Angreifern in die Hände spielen. Voigt unterstreicht diese Sorge und betont, dass Infrastrukturschutz nicht allein Aufgabe der lokalen Versorger sei, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erfordere.
Die Vorfälle in Berlin und Burg zwingen die Behörden nun zum Umdenken. Voigt fordert "entschlossene Schritte", um die Infrastruktur vor allen Bedrohungen zu schützen. Angesichts der winterlichen Belastungen wird die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgerschaft entscheidend sein, um künftige Ausfälle zu verhindern.
