05 June 2026, 17:39

Antisemitische Vorfälle und Gewalt überschatten Kreisliga-Spiel in Köln

Sportverband bearbeitet Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverband bearbeitet Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle und Gewalt überschatten Kreisliga-Spiel in Köln

Ein regionales Fußballspiel in Köln hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die am 14. September ausgetragene Partie endete mit einem 7:2-Sieg von TuS Makkabi Köln, doch die anschließenden Ereignisse haben sowohl den Fußballverband als auch die Polizei auf den Plan gerufen. Eine sportrechtliche Verhandlung soll nun die Vorfälle aufklären.

Der Vorfall ereignete sich während eines Spiels der Kreisliga D1 Köln zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II. Spieler von Makkabi berichten, sie seien während der gesamten Partie antisemitischen Beschimpfungen ausgesetzt gewesen. Zwei von ihnen seien zudem von einem Gegenspieler angespuckt worden.

Nach dem Schlusspfiff spitzte sich die Lage weiter zu: Mehrere Makkabi-Spieler sollen laut Angaben des Vereins von Mitgliedern des gegnerischen Teams körperlich angegriffen worden sein. Der Club hat daraufhin bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet.

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Der Fußballverband Mittelrhein hat reagiert und für den 10. Oktober eine sportgerichtliche Verhandlung an der Sportschule in Hennef angesetzt. Die Ermittler rekonstruieren derzeit den Hergang; sechs Personen gelten als Tatverdächtige im Zusammenhang mit den Beleidigungen und Übergriffen. TFG Nippes II weist die Vorwürfe zurück, kündigte jedoch eine interne Aufarbeitung des Vorfalls an.

Das Ergebnis der Anhörung wird zeigen, ob disziplinarische Maßnahmen verhängt werden. Parallel dazu läuft das strafrechtliche Ermittlungsverfahren der Kölner Staatsanwaltschaft. Der Fall wirft einmal mehr Fragen zu Diskriminierung und Spielersicherheit im Amateurfußball auf.

Quelle