Arbeitsmarkt in NRW erholt sich im September – doch das Ruhrgebiet bleibt Problemregion
Edeltrud WagnerAnzahl der Arbeitslosen in NRW deutlich gesunken - Arbeitsmarkt in NRW erholt sich im September – doch das Ruhrgebiet bleibt Problemregion
Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen zeigt im September deutliche Erholung
Ein saisonaler Herbstaufschwung hat im September die Arbeitslosenzahlen in Nordrhein-Westfalen spürbar sinken lassen. Im Vergleich zum Vormonat waren fast 22.000 Menschen weniger ohne Arbeit, während 46.000 Personen im Laufe des Monats einen neuen Job fanden.
Die Arbeitslosenquote im Land verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Dennoch blieben rund 782.200 Einwohner ohne Beschäftigung – ein Rückgang gegenüber dem Augustwert. Die Entwicklung verlief jedoch regional unterschiedlich: Einige Gebiete schnitten besser ab als andere.
Das Münsterland verzeichnete mit 5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und gleichzeitig den stärksten Rückgang: Hier sank die Zahl der Erwerbslosen um 4,4 Prozent. Ostwestfalen-Lippe folgte mit einem Minus von 3 Prozent bei den Arbeitslosenzahlen.
Auch Südwestfalen konnte eine Verbesserung verbuchen: Die Arbeitslosigkeit ging dort um 3,5 Prozent zurück. Das Ruhrgebiet blieb jedoch am stärksten betroffen und wies mit 10,5 Prozent die höchste Quote auf.
Der positive Trend fällt in eine Phase, in der der Arbeitsmarkt in NRW typischerweise im Herbst an Fahrt aufnimmt. Im September des Vorjahres hatte die Arbeitslosenquote noch bei 7,6 Prozent gelegen – leicht unter dem diesjährigen Wert.
Die aktuellen Zahlen zeichnen ein gemischtes, aber insgesamt ermutigendes Bild für die Beschäftigungssituation in Nordrhein-Westfalen. Zwar ging die Arbeitslosigkeit in den meisten Regionen zurück, doch bleiben die Unterschiede zwischen den Gebieten deutlich. Trotz des allgemeinen Rückgangs kämpft das Ruhrgebiet weiterhin mit der höchsten Arbeitslosigkeit.






