Atomkraftgegner kämpfen um Protestroute gegen radioaktive Transporte in Bottrop
Wieslaw JähnAtomkraftgegner kämpfen um Protestroute gegen radioaktive Transporte in Bottrop
Rund 100 Atomkraftgegner bereiten sich auf Proteste gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall in Bottrop vor. Die Demonstration, die für den 24. Januar 2026 angesetzt ist, beginnt um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2. Die Organisatoren gerieten mit den Behörden in Streit über die Protestroute, die auch Wohnstraßen und Brücken über die A2 umfasst.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll, die vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus transportiert werden sollen. Obwohl noch keine offiziellen Termine für die Transporte bestätigt wurden, befürchten die Aktivisten erhebliche Risiken. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet und die Transportgenehmigungen vor Gericht angefochten.
Die Polizei hatte zunächst die Nutzung der A2-Brücken durch die Demonstranten mit Verweis auf Sicherheitsbedenken untersagt. Die Organisatoren setzten jedoch mit einem Eilantrag vor Gericht durch, dass die Brücken überquert werden dürfen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte den Fall bereits am 22. Januar 2026 geprüft und dabei vor allem die geplante Route der Demonstration untersucht. Der Protestzug wird durch Wohngebiete führen, bevor er die A2-Brücken erreicht. Die Aktivisten bleiben entschlossen, die Transporte zu stoppen, und argumentieren, dass der radioaktive Abfall überhaupt nicht bewegt werden dürfe.
Die Demonstration wird wie geplant stattfinden, nachdem die Route nun rechtlich abgesichert ist. Die Teilnehmer werden sich um 11:00 Uhr in Bottrop-Süd versammeln, um ihren Widerstand gegen die Atommülltransporte zum Ausdruck zu bringen. Die Ergebnisse der anhängigen Klagen könnten sich noch auf die künftigen Transportpläne auswirken.
