Ausstellung Schokolade und Fairer Handel
Ausstellung Schokolade und fairer Handel
Vom 2. Januar bis Ende Januar 2026 zeigt die Stadtbibliothek Viersen am Rathausmarkt 1b die Ausstellung „Make Chocolate Fair“ – eine Einladung, die Herausforderungen des fairen Handels in der Kakaoindustrie zu entdecken.
Ausstellung in Viersen thematisiert faire Bedingungen in der Kakaoindustrie
Eine neue Ausstellung in Viersen rückt die Herausforderungen des fairen Handels in der Schokoladenproduktion in den Fokus. Vom 2. Januar bis Ende Januar 2026 präsentiert die Stadtbibliothek die Schau „Make Chocolate Fair“, die sich mit Menschenrechten, Nachhaltigkeit und der Rolle der Verbraucher:innen für einen gerechteren Handel beschäftigt. Die Veranstaltung fällt in eine Phase, in der sich Viersen auf die nächste Rezertifizierung als Fairtrade-Stadt vorbereitet.
Die globale Kakaoproduktion ist stark in Westafrika konzentriert: Die Elfenbeinküste und Ghana liefern gemeinsam 46 Prozent der weltweiten Bohnen, während über 70 Prozent des Kakaos vom afrikanischen Kontinent stammen. Auf kleinen Farmen – die meisten unter fünf Hektar groß – wird die wertvolle Frucht in tropischen Regionen angebaut. Doch die Weiterverarbeitung zu Schokolade findet vor allem in Europa statt, wo Konzerne wie Barry Callebaut, Cargill und Nestlé die Rohbohnen zu Fertigprodukten veredeln.
Die Ausstellung beleuchtet diese Ungleichheiten und den Kampf um fairere Handelsbedingungen. Besucher:innen erfahren mehr über die Arbeitsbedingungen in der Kakaoernte und darüber, wie bewusster Konsum Veränderung fördern kann. Ein interaktives Angebot für Kinder vermittelt Nachhaltigkeitsthemen auf spielerische Weise. Seit 2016 trägt Viersen den Titel „Fairtrade-Stadt“, der alle zwei Jahre neu bestätigt werden muss. Die Ausstellung unterstreicht dieses Engagement und zeigt, wie lokale Initiativen globale Lieferketten beeinflussen können.
Bis Ende Januar lädt die Schau in der Stadtbibliothek Viersen dazu ein, den Weg des Kakaos – von den afrikanischen Feldern bis in die europäischen Fabriken – nachzuvollziehen und die eigene Rolle im fairen Handel zu reflektieren. Denn der Erhalt des Fairtrade-Status hängt auch von solchen Projekten ab, die ethischen Handel fördern.
