Bayer Leverkusen steht ohne Torhüterinnen da – Notlösung im Bundesliga-Chaos
Edeltrud WagnerTorhüter-Probleme: Leverkusens Kapitän Repohl erneut verletzt - Bayer Leverkusen steht ohne Torhüterinnen da – Notlösung im Bundesliga-Chaos
Bayer Leverkusen kämpft mit einer Torhüterkrise, nachdem sich sowohl die Stammkeeperin Friederike Repohl als auch ihre Vertretung Charlotte Voll verletzt haben. Beim jüngsten Spiel gegen Eintracht Frankfurt musste sogar die Feldspielerin Rafaela Borggraefe als Notlösung ins Tor.
Repohl, die vor ihrer langfristigen Verletzung im Oktober 2024 eine wichtige Mittelfeldspielerin war, hat nun einen erneuten Rückschlag erlitten: einen Teilriss des inneren Seitenbands im rechten Knie. Sie wird voraussichtlich mindestens zwei weitere Monate ausfallen. Ihr Fehlen hat Leverkusen bereits schwer getroffen – die Mannschaft rutschte von Platz 2 auf Rang 5 in der Frauen-Bundesliga bis Februar 2026 ab und liegt nun 10 Punkte hinter Tabellenführer Wolfsburg. Vor ihrer Verletzung hatte sie 4 Tore und 5 Vorlagen beigesteuert.
Auch die Ersatzkeeperin Voll fällt aus und erholt sich von einer Verletzung des Schultereckgelenks. Bereits im Juni 2024 war sie am rechten Schultergelenk operiert worden. Repohl selbst war erst kürzlich von einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel zurückgekehrt – was die defensiven Optionen Leverkusens weiter einschränkt.
Da keine einsatzbereiten Torhüterinnen zur Verfügung standen, musste die 25-jährige Nationalspielerin Borggraefe als Notlösung zwischen die Pfosten. Ihr Einsatz erfolgte kurz nach einer sechsspieligen Sperre durch den englischen Fußballverband (FA) wegen einer diskriminierenden Äußerung gegenüber einer Teamkollegin.
Leverkusen steht nun vor einer schwierigen Phase ohne zwei Schlüsselspielerinnen. Repohls längerer Ausfall und Volls anhaltende Reha lassen dem Team kaum Alternativen im Tor. Der Verein muss schnell Lösungen finden, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen.
