22 January 2026, 05:10

Bayer-Lobbyist warnt: Europa droht der Verlust der Agrar-Wettbewerbsfähigkeit

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung eines Bauernhofs in einem Feld, umgeben von Häusern, Bäumen und einem Himmel, mit der Inschrift "Surgensburg, Deutschland - Landschaft eines Bauernhofs".

Topmanager fürchten wirtschaftlichen Graben zur USA - Bayer-Lobbyist warnt: Europa droht der Verlust der Agrar-Wettbewerbsfähigkeit

Matthias Berninger, der Chef-Lobbyist von Bayer, hat gewarnt, dass Europa schnell handeln müsse, um in der Landwirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Debatte über genomeditierte Lebensmittel sich von ethischen Bedenken hin zu praktischen Fragen wie Nahrungsmittelpreisen verlagert. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit stärkerer transatlantischer Beziehungen, um globalen wirtschaftlichen Bedrohungen zu begegnen.

Bayer, ein führender Anbieter von Agrarchemikalien, erweiterte 2018 seine Marktposition durch die Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto. Der Deal brachte jedoch anhaltende juristische Herausforderungen mit sich, insbesondere im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat, das Bayer bereits Milliarden an Schadensersatzklagen gekostet hat. Dennoch zeigt sich Berninger zuversichtlich, dass das Unternehmen seine Glyphosat-bedingten Verbindlichkeiten bis Jahresende reduzieren werde.

Berninger hob die Fortschritte Europas in der Agrarbiotechnologie als entscheidende Stärke hervor. Gleichzeitig warnte er, dass übermäßige Regulierung bei der Genomeditierung die europäische Landwirtschaft schwächen könnte. Ohne die Einführung neuer Agrartechnologien drohten dem Kontinent langfristig erhebliche Einbußen in der Weizenproduktion – mit Folgen für Europa und Teile Afrikas. Zudem unterstrich er die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und Europa. Ein Zusammenbruch des transatlantischen Handels, so Berninger, würde eine ernsthafte Gefahr für die europäische Wirtschaft darstellen. Er rief Europa dazu auf, seine Stärken auszubauen und Schwächen zu beheben, um nicht zum Ziel US-amerikanischer Handelsspannungen zu werden. Seine Aussagen decken sich mit einem kürzlich erschienenen Artikel von Krista-Marija Läbe auf Euronews, der 2026 als strategisches Wendjahr für Europa fordert. Unter dem Titel "Warum 2026 ein strategischer Wendepunkt für Europa sein muss" plädiert der Beitrag dafür, dass der Kontinent seine Vorteile gezielter nutzen sollte.

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Beringers Warnungen verdeutlichen den Druck auf Europa, Innovation und Regulierung in Einklang zu bringen. Die Zulassung neuer Agrartechnologien könnte die Nahrungsmittelproduktion und wirtschaftliche Stabilität sichern. Gleichzeitig bleibt die Aufrechterhaltung enger Beziehungen zu den USA entscheidend für den globalen Einfluss.