25 April 2026, 10:18

Bielefeld startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Schilder mit Aufschrift "E-Bike-Fahren nur für Anwohner" neben einer Straße mit Verkehrskegeln, einem Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bielefeld startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Die Bielefelder Polizei hat eine neue Kampagne gestartet, um die Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern zu verbessern. Die Initiative unter dem Motto "Sicher.Mobil.Leben – Zweiradfahrer im Fokus" kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verletzungen unter ungeschützten Verkehrsteilnehmern stark angestiegen sind. Beamte werden die Kontrollen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Unfallschwerpunkten täglich von 7:00 bis 20:00 Uhr intensivieren.

Die Kampagne ist eine Reaktion auf alarmierende Statistiken aus dem Jahr 2025. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer – also Radfahrer, E-Scooter-Fahrer und Fußgänger – machten 51,3 % aller Verkehrsverletzten aus, ein Anstieg um 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kinder und Jugendliche waren unter den verletzten Radfahrern überproportional vertreten, während sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit 18- bis 24-Jährigen um 82,35 % erhöhte.

Die Polizei wird besonders auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen, korrektes Abbiegen, die vorgeschriebene Ausstattung und regelkonformes Verhalten achten. Ablenkungen wie die Nutzung von Smartphones oder das Tragen von Noise-Cancelling-Kopfhörern während der Fahrt wurden als Hauptrisikofaktoren identifiziert, da sie die Aufmerksamkeit verringern und die Unfallgefahr erhöhen. Zudem wird gegen Verstöße wie das Fahren in nicht zugelassenen Bereichen oder das Missachten von Verkehrssignalen vorgegangen.

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Ein zentraler Bestandteil der Kampagne ist Aufklärung. Sowohl Autofahrer als auch Zweiradnutzer erhalten Schulungen zu Gefahren im toten Winkel und sicheren Reaktionsmöglichkeiten. Das Ziel ist Vision Zero – die vollständige Vermeidung von Todesfällen und schweren Verletzungen im Straßenverkehr durch mehr gegenseitigen Respekt aller Verkehrsteilnehmer.

Die verstärkten Kontrollen sollen rücksichtsloses Verhalten eindämmen und Unfälle verhindern. Durch die gezielte Ansprache von Risikogruppen und -orten hofft die Polizei, die Zahl der Zusammenstöße mit besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern zu senken. Die Kampagne läuft parallel zu laufenden Maßnahmen, um das Bewusstsein und die Regelbefolgung im gesamten Bielefelder Stadtgebiet zu verbessern.

Quelle