Bochumer Uni revolutioniert grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Edeltrud WagnerBochumer Uni revolutioniert grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere grüne Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Federführung bei einem neuen Forschungsvorhaben, das die Nachhaltigkeit in der Produktion von grünem Wasserstoff verbessern soll. Das Projekt mit dem Namen CircuPEM konzentriert sich darauf, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt für das auf drei Jahre angelegte Vorhaben rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung.
An dem Projekt beteiligen sich mehrere wichtige Partner, darunter das Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Ihr gemeinsames Ziel ist es, ein Konzept für eine Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, das sicherstellt, dass kritische Materialien möglichst umfassend wiederverwendet werden.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst steht eine Analysephase, gefolgt von Entwicklung und Evaluation, bevor abschließend praktische Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Ein vorgeschlagener Lösungsansatz ist ein digitaler Produktpass, der die Transparenz und Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus von PEM-Elektrolyseuren hinweg verbessern soll.
Um die Ideen in die Praxis umzusetzen, wird das Team mögliche Pilotprojekte erkunden. Das Ziel ist es, von der Theorie zur realen Anwendung zu gelangen und die Wasserstoffproduktion nachhaltiger sowie weniger abhängig von knappen Ressourcen zu gestalten.
CircuPEM läuft über drei Jahre und wird mit 2,9 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln gefördert. Die Ergebnisse des Projekts könnten dazu beitragen, einen effizienteren und nachhaltigeren Ansatz für die grüne Wasserstofftechnologie zu entwickeln. Durch die Wiederverwendung kritischer Materialien und eine bessere Rückverfolgbarkeit strebt die Initiative an, die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff zu stärken.






