Brüder bauten verbotene Krähenfalle – jetzt droht ihnen eine Haftstrafe
Ariane RosenowBrüder bauten verbotene Krähenfalle – jetzt droht ihnen eine Haftstrafe
Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, in einem Waldgebiet einen großen, illegalen Käfig gebaut zu haben. Die Vorrichtung, die zum Fang von Vögeln bestimmt war, wurde von Tierschützern entdeckt, nachdem eine Wildtierkamera Hinweise geliefert hatte.
Bei dem Käfig handelt es sich um eine so genannte Krähenfalle, die nach deutschem Recht verboten ist. Vögel konnten durch eine schmale Öffnung eindringen, fanden jedoch keinen Weg mehr hinaus. Die Behörden bestätigten, dass die Falle funktionsfähig war – entgegen den Behauptungen des Jägers.
Die Ermittler nutzten Aufnahmen einer versteckten Wildtierkamera, um die Verdächtigen zu identifizieren. Sowohl der Jäger als auch sein Bruder müssen sich nun vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht dem Jäger eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz.
Unklar bleibt, wie viele Tiere vor der Entdeckung der Falle gefangen oder verletzt wurden. Tierschutzorganisationen hatten die Konstruktion gemeldet, woraufhin diese entfernt und rechtliche Schritte eingeleitet wurden.
Der Fall wirft ein Licht auf die Verwendung illegaler Fangmethoden in Deutschland. Die Brüder müssen sich wegen des verbotenen Geräts vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung könnte dem beteiligten Jäger eine lange Haftstrafe drohen.
