Brutaler Angriff auf LGBTQ+-Schiedsrichter erschüttert die Fußballwelt
Edeltrud WagnerBrutaler Angriff auf LGBTQ+-Schiedsrichter erschüttert die Fußballwelt
Pascal Kaiser, ein ehrenamtlicher Schiedsrichter und LGBTQ+-Aktivist, ist bei einem brutalen Angriff verletzt worden – ein Fall, der die Fußballgemeinschaft erschüttert hat. Die Polizei prüft nun alle möglichen Motive, darunter auch die Frage, ob Homophobie eine Rolle bei der Tat gespielt hat. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Monate nach Kaisers viel beachtetem Heiratsantrag an seinen Partner in diesem Jahr.
Kaiser hatte sich 2022 als schwul geoutet und daraufhin breite Unterstützung vom Schiedsrichterausschuss, seinem Verein sowie dem Brandenburgischen Fußballverband erhalten. Seither setzt er sich aktiv gegen Homophobie im Fußball ein und leitet Spiele bis in die Regionalliga.
Im März machte er seinem Partner Moritz vor fast 50.000 Zuschauern im Kölner Stadion einen Antrag. Kurz darauf wurden seine Privatadresse und persönliche Daten von Unbekannten im Internet veröffentlicht.
Der Angriff hat im Fußball Entsetzen ausgelöst. Die Behörden behandeln den Fall mit hoher Priorität; die Ermittlungen laufen noch, um zu klären, ob die Tat mit Kaisers sexueller Orientierung oder seinem Engagement zusammenhängt.
Die Fußballwelt zeigt sich solidarisch mit Kaiser, verurteilt die Gewalt und fordert besseren Schutz vor Diskriminierung. Während die Polizei weiteren Spuren nachgeht, macht der Fall einmal mehr auf die anhaltenden Risiken aufmerksam, denen LGBTQ+-Persönlichkeiten im Sport ausgesetzt sind. Kaisers Genesung und der Ausgang der Ermittlungen werden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
