05 June 2026, 18:46

Bundesrat fordert strengere Tierschutzregeln für Lebendtier-Exporte in Drittstaaten

Tierwohl im Tiertransport: Bundesrat setzt Berlin unter Druck

Bundesrat fordert strengere Tierschutzregeln für Lebendtier-Exporte in Drittstaaten

Bundesrat pocht auf besseren Tierschutz bei Lebendtier-Exporten in Drittstaaten

Der deutsche Bundesrat hat eine klare Position zur Verbesserung des Tierschutzes bei Lebendtier-Exporten in Länder außerhalb der EU bezogen. Am 26. September 2025 verabschiedete er einen Beschluss, der strengere Vorschriften und eine schärfere Kontrolle fordert. Der Vorstoß folgt auf wiederholte Verstöße beim Umgang mit Nutztieren, die ins Ausland verbracht werden – oft ohne dass die Behörden eingreifen können.

Im Beschluss werden die anhaltenden Probleme beim Export von Zucht- und Nutztieren hervorgehoben. Die aktuellen Regelungen lassen die zuständigen Stellen häufig machtlos zurück, wenn es während des Transports zu Verstößen gegen den Tierschutz kommt. Als Reaktion darauf hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Entscheidung aus dem Jahr 2023 noch einmal zu überprüfen, mit der bilaterale tierärztliche Gesundheitszeugnisse für den Export von Zuchttieren abgeschafft wurden.

Die Länder fordern klarere Tierschutzstandards in allen künftigen tierärztlichen Bescheinigungen. Zudem bestehen sie darauf, dass Lebendtier-Exporte nur dann genehmigt werden sollten, wenn das Empfängerland sich verbindlich zur Einhaltung des Terrestrischen Tierschutzkodex der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) verpflichtet.

Um die Durchsetzung zu stärken, sieht der Beschluss vor, der EU-Kommission neue Befugnisse zu übertragen. Dazu gehören das Recht, eigene Untersuchungen einzuleiten und Exporte zu stoppen, bis festgestellte Mängel behoben sind. Ziel ist es, rechtlich verbindliche europäische Regeln zu schaffen, die bestehende Schutzlücken schließen.

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Mit dem Beschluss des Bundesrates werden konkrete Schritte eingeleitet, um künftige Verstöße gegen den Tierschutz bei Tier-Exporten zu verhindern. Gefordert werden strengere Zusagen der Importländer sowie eine stärkere Aufsichtsrolle der EU-Kommission. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der rechtliche Schutz die Tiere auch über die EU-Grenzen hinaus begleitet.

Quelle