29 December 2025, 12:09

BVB-Frauenhandball bleibt ohne eigene Spielstätte – Millionenprojekt platzt

Eine Gruppe von Spielern ist in einem Fußballspiel innerhalb eines eingezäunten Bereichs beteiligt, wobei außerhalb des Zauns Bäume, Leitern und Strommasten sichtbar sind.

BVB-Frauenhandball bleibt ohne eigene Spielstätte – Millionenprojekt platzt

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Die Umwandlung des historischen Schaltgebäudes 101 in eine Spielstätte für die Frauen-Handballmannschaft von Borussia Dortmund, die in der höchsten deutschen Liga spielt, kommt nicht zustande. Finanzielle Engpässe und bürokratische Hürden lassen die Zukunft des Standorts ungewiss erscheinen.

Die geplante Sporthalle sollte als Heimstätte für das Frauenteam von BVB dienen. Die Vereinsführung, darunter Präsident Hans-Joachim Watzke, unterstützte das Vorhaben gemeinsam mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Thomas Westphal. Doch das Projekt erlitt einen schweren Rückschlag, als eine Förderung aus dem bundesweiten „Sportmilliarde“-Programm ausfiel. Das Programm sieht lediglich Sanierungen vor – Neubauten werden nicht bezuschusst, sodass den Planern eine zentrale Finanzierungsquelle fehlt.

Borussia Dortmund setzt seit Langem auf Investitionen in Spielertalent statt in Infrastruktur. Obwohl der Verein hier eine seltene Ausnahme prüfte, wurden bisher keine alternativen Finanzierungs- oder Baukonzepte öffentlich vorgestellt. Parallel entsteht in der Nähe des Dortmunder U eine weitere Sportanlage, deren Fertigstellung für Ende 2029 geplant ist. Doch auch hier gibt es keine verbindliche Vereinbarung mit BVB. Das gestoppte Projekt lässt das Schaltgebäude 101 vorerst ungenutzt – ohne zusätzliche Mittel oder überarbeitete Pläne bleibt die Umwidmung des Areals auf Eis.

Mit dem Scheitern der Sporthalle bleibt der Frauen-Handballmannschaft von BVB eine eigene Spielstätte vorerst verwehrt. Die grundsätzliche Vereinsstrategie, Talente statt Bauten zu priorisieren, ändert sich dadurch nicht. Der ehemalige Hochofenstandort Phoenix-West bleibt vorerst brachliegend – ein Zeitplan für eine mögliche Weiterentwicklung ist nicht in Sicht.