CDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf klare Kanten und lokale Zusammenarbeit
Ariane RosenowCDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf klare Kanten und lokale Zusammenarbeit
Politischer Aschermittwoch der CDU Rhein-Berg: Scharfe Debatten und klare Forderungen in Bergisch Gladbach
In Bergisch Gladbach kam die CDU Rhein-Berg zum traditionellen Politischen Aschermittwoch zusammen – ein Treffen, das lokale Verantwortungsträger und bundesweite Politiker zu einem Tag voller pointierter politischer Auseinandersetzungen vereinte. Im Bürgerhaus Bergischer Löwe stand neben einer klassischen Fischmahlzeit vor allem die Zukunft Deutschlands im Mittelpunkt. In ihren Reden setzten die prominenten Gäste sowohl auf Reflexion als auch auf mutige politische Weichenstellungen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Maurice Winter, dem neu gewählten Kreisvorsitzenden, der in seinen einleitenden Worten Verantwortungsbewusstsein und überparteiliche Zusammenarbeit betonte. Besonders dankte er den örtlichen Grünen und der SPD für die konstruktive Zusammenarbeit und hob die erfolgreichen Koalitionsgespräche der jüngsten Vergangenheit hervor.
Den Hauptvortrag hielt Johannes Winkel, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands. Seine Rede enthielt deutliche Kritik an der aktuellen Bundesregierung und griff brisante Themen der öffentlichen Debatte auf. Winkel forderte, Deutschland müsse sich stärker auf die eigenen Stärken besinnen und seine Politik künftig aus eigener Kraft gestalten – statt sich von äußeren Abhängigkeiten leiten zu lassen.
Zudem mahnte er klare Führungsstärke in zentralen Fragen wie Migration und Sicherheit an und rief die politische Elite zu entschlossenem Handeln auf. Die Veranstaltung selbst entwickelte sich zu einer Plattform für offenen Austausch, bei dem die Teilnehmer ihre Standpunkte ohne Rücksicht auf diplomatische Zurückhaltung vertraten.
Bereits zu Jahresbeginn hatten CDU, SPD und Grüne gemeinsam einen Masterplan für die Bergisch Gladbacher Innenstadt bis Februar 2026 angefordert – das erste große Vorhaben der drei Fraktionen nach der Kommunalwahl 2025. Der Plan zielt auf eine integrierte Stadtentwicklung ab und umfasst das ehemalige Zanders-Gelände, den Bahnhofsbereich sowie alte kommunale Gebäude.
Der Politische Aschermittwoch unterstrich den Willen der CDU, sich sowohl lokalen als auch nationalen Herausforderungen zu stellen. Winkels Plädoyer für Eigenständigkeit und entschlossenes Regieren setzte einen deutlichen Akzent für die kommenden Debatten. Gleichzeitig zeigt die gemeinsame Masterplan-Initiative, dass in Bergisch Gladbach eine neue Phase der überparteilichen Zusammenarbeit angebrochen ist.
