Chemieunfall in Dinslaken: Ätzende Dämpfe lösen nächtlichen Großeinsatz aus
Uta PatbergChemieunfall in Dinslaken: Ätzende Dämpfe lösen nächtlichen Großeinsatz aus
Chemieunfall in Dinslaken löst nächtlichen Feueralarms aus
Ein Chemikalienaustritt in einem Industriegebiet in Dinslaken löste gestern spätabends einen Feueralarm aus. Bei dem Vorfall traten ätzende Dämpfe aus, woraufhin automatisch die Rettungskräfte alarmiert wurden. Die Feuerwehr rückte umgehend an, um die Lage zu begutachten.
Ursache des Zwischenfalls war ein Störfall während eines Produktionsprozesses in einem Betrieb im Industriegebiet Hiesfeld. Eine chemische Reaktion mit Schwefelsäure (H₂SO₄) und Salzsäure (HCl) führte zu einem Leck, durch das korrosive Dämpfe in die Luft gelangten. Die Gase aktivierten gegen Mitternacht das Brandmeldesystem des Geländes.
Mitarbeiter vor Ort schalteten daraufhin sofort die betroffene Produktionsanlage ab, wodurch ein weiterer Austritt der ätzenden Gase gestoppt wurde. Unterdessen trafen Feuerwehrkräfte aus Hiesfeld, Eppinghoven und der Hauptwache Dinslaken ein, um die Situation zu klären.
Mit einem Mehrgasmessgerät überprüften die Einsatzkräfte die Konzentration der gefährlichen Dämpfe. Nach gründlichen Kontrollen konnten sie Entwarnung geben: Es bestand keine anhaltende Gefahr mehr in dem Bereich.
Durch das schnelle Handeln der Belegschaft und der Rettungskräfte konnte der Austritt effektiv eingedämmt werden. Verletzte gab es nicht, und der Betrieb auf dem Gelände soll nach Abschluss der Sicherheitsüberprüfungen wieder aufgenommen werden. Die Behörden schlossen eine weitergehende Gefährdung der Umgebung aus.






