20 March 2026, 18:19

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und schmunzelt.

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schauspieler und Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefongespräche mit sexuellem Inhalt geführt zu haben. Die Anschuldigungen haben die Debatte über seine umstrittene öffentliche Persona und frühere Auftritte neu entfacht.

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Fernandes bezeichnete das Verhalten als "virtuelle Vergewaltigung" – ein weiterer Fall in einer wachsenden Liste von Vorwürfen, bei denen Frauen behaupten, dass Männer ihre Grenzen sowohl online als auch offline missachtet hätten.

Ulmen baute seine Karriere auf der Rolle des "schlechten Freundes" auf – eine Figur, die nun beunruhigend nah an Fernandes' Schilderungen rückt. In der Serie Mein neuer Freund spielte er Alexander von Eich, einen wohlhabenden, dominierenden Charakter, der seine Freundin mit Spitznamen wie "Franziskarrrrr!" herabwürdigte. Der misogyne Ton der Show setzte sich in Wer will meine Freundin vögeln? fort, einer Dating-Show, in der Männer in derber, erniedrigender Weise um den Titel der "heißesten" Freundin wetteiferten.

Als Ulmen und Fernandes ihre Beziehung 2010 öffentlich machten, fragten sich manche Kritiker, warum eine "Intellektuelle" wie sie sich mit einem "Viva-Moderator – hübsch, aber austauschbar" einlasse. Diese Annahmen wirken heute fehlgeleitet. Fernandes' Vorwürfe deuten auf ein Muster der Manipulation hin, bei dem Ulmen angeblich sowohl im Privaten als auch in der Öffentlichkeit Grenzen überschritten habe.

Ihre Schilderungen regen zum Nachdenken darüber an, wie leicht gewalttätiges Verhalten von Männern bagatellisiert oder sogar gefeiert wird. Die Missbrauchsüberlebende Gisèle Pelicot vertritt seit Langem die Meinung, dass "die Scham die Seite wechseln muss". Bisher sind seit 2023 keine weiteren rechtlichen Schritte gegen Ulmen aufgrund ähnlicher Vorwürfe bekannt geworden.

Fernandes' Geschichte reiht sich ein in die lange Liste von Frauen, die über Übergriffe durch einflussreiche Männer sprechen. Ihre Worte unterstreichen, wie oft solches Verhalten ungestraft bleibt – bis sich jemand zu Wort meldet.

Ihre Anschuldigungen zeichnen ein beunruhigendes Bild von Ulmens Handlungen, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Der Fall zeigt, wie öffentliche Personas privaten Schaden verdecken können. Bisher wurden keine weiteren juristischen Schritte eingeleitet, doch die Diskussion über Verantwortung geht weiter.

Ihr Vorwurf der "virtuellen Vergewaltigung" zwingt zu einer Auseinandersetzung damit, wie unzählige Frauen Verletzungen erdulden – manche versteckt hinter Humor, andere offen zur Schau gestellt.

Quelle