02 January 2026, 18:20

Deutsche Bahn baut Innovationslabor für automatisierte Züge in Minden auf

Eine Zugmaschine auf Schienen mit elektrischen Masten, Kabeln, Bäumen, Pflanzen und Wolken am Himmel.

Deutsche Bahn baut Innovationslabor für automatisierte Züge in Minden auf

Die Deutsche Bahn (DB) geht eine Partnerschaft mit drei Universitäten ein, um ein Innovationslabor für automatisierte Zugtechnologien aufzubauen. Unter dem Namen TestingATO wird die Einrichtung vom Bundesverkehrsministerium mit rund 11,5 Millionen Euro gefördert. Der Bau soll am Standort Minden der DB Systemtechnik beginnen; die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Das Labor wird als zentrales Forschungszentrum für die Entwicklung, Erprobung und Validierung voll- und teilautomatisierter Schienensysteme dienen. Seine Anlagen ermöglichen Simulationen mit Fußgängern, Radfahrern oder Tieren sowie Tests unter verschiedenen Wetterbedingungen. Ziel ist es, eine dauerhafte Plattform für den Wissensaustausch zwischen akademischer Forschung und Bahnbetrieb zu schaffen.

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Die DB Systemtechnik bringt ihre Expertise in Fahrzeug- und Betriebstechnik ein, um die Infrastruktur des Labors aufzubauen und zu unterhalten. Die beteiligten Hochschulen steuern hingegen spezialisiertes Know-how in den Bereichen Automatisierung, Sensortechnik und Steuerungssysteme bei. Gemeinsam wollen sie die Lücke zwischen Spitzenforschung und praktischen Eisenbahnanwendungen schließen. Das Projekt ist auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegt. Durch die Verknüpfung akademischer Erkenntnisse mit operativer Bahnerfahrung soll das Labor die Weiterentwicklung automatisierter Zugsysteme im gesamten deutschen Schienennetz vorantreiben.

Die Inbetriebnahme des TestingATO-Labors in Minden ist für 2027 vorgesehen. Es wird einen dedizierten Raum bieten, um automatisierte Bahntechnologien unter realistischen Bedingungen zu testen. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt zur Verzahnung von akademischer Forschung mit den betrieblichen Anforderungen der Deutschen Bahn.