19 April 2026, 08:17

Deutschland vergibt Millionenaufträge für Kampfdrohnen an Rheinmetall und Start-ups

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text "Wiener Kommerzial Bank" unten.

Deutschland vergibt Millionenaufträge für Kampfdrohnen an Rheinmetall und Start-ups

Deutschland vergibt große Aufträge für bewaffnete und Kamikaze-Drohnen an drei Rüstungsunternehmen. Die Verträge im Wert von jeweils knapp 300 Millionen Euro gehen an den etablierten Hersteller Rheinmetall sowie die Start-ups Helsing und Stark. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Bestrebungen europäischer Staaten, ihre Drohnenkapazitäten angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland auszubauen.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Investitionen in Verteidigungstechnologie deutlich gestiegen. Regierungen fördern gezielt Innovation und wollen den Wettbewerb in diesem Sektor stärken.

Die deutsche Bundeswehr erhält von Rheinmetall, einem Unternehmen, das traditionell für Panzer und Artillerie bekannt ist, die bewaffnete Drohne vom Typ FV-014. Damit vollzieht der Konzern einen strategischen Wandel und steigt in den Markt für unbemannte Luftfahrtsysteme ein.

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Gleichzeitig werden die beiden schnell wachsenden Rüstungs-Start-ups Helsing und Stark Kamikaze-Drohnen liefern. Der Auftrag umfasst bis zu 12.000 Einheiten, wobei eine erste Charge zeitnah ausgeliefert werden soll. Ein Großteil dieser Drohnen wird an eine neue deutsche Brigade in Litauen gehen und damit die östliche NATO-Flanke gegen mögliche russische Bedrohungen verstärken.

Helsing, mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro führend in Europas Rüstungs-Start-up-Szene, plant die Bereitstellung von 6.000 Angriffsdrohnen für die Ukraine. Stark, erst vor 15 Monaten gegründet, wird unter anderem von Peter Thiel und Sequoia Capital unterstützt. Das Unternehmen unterhält ein Team in der Ukraine, um seine Technologie zu testen und weiterzuentwickeln.

Die Verträge spiegeln einen größeren Trend in Europa wider, wo die Ausgaben für Drohnentechnologie seit 2022 stark angestiegen sind. Regierungen setzen zunehmend auf offensive und defensive Drohnensysteme, um sich gegen neue Sicherheitsherausforderungen zu wappnen.

Die Aufträge sollen der deutschen Bundeswehr und ihren Verbündeten in Litauen moderne Drohnen zur Verfügung stellen. Rheinmetalls Einstieg in die Drohnenproduktion neben Start-ups wie Helsing und Stark unterstreicht die Bemühungen, die Lieferketten zu diversifizieren. Mit bis zu 12.000 bestellten Drohnen zielen die Verträge darauf ab, die Einsatzbereitschaft der NATO an ihrer Ostflanke zu erhöhen.

Quelle