Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Debatte aus
Der Komiker Dieter Nuhr ist für Äußerungen während eines Auftritts im Juni 2024 in die Kritik geraten. Viele warfen ihm vor, Femizide – ein ernstes Problem in Deutschland – zu verharmlosen. Nuhr wies diese Vorwürfe später in einer öffentlichen Stellungnahme zurück.
In seiner Show sprach Nuhr über die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Femizid-Täter zu treffen. Er argumentierte, diese liege praktisch bei null. Kritiker bezeichneten seine Worte angesichts der hohen Zahl weiblicher Opfer als verbale Ohrfeige für Frauen.
Laut offiziellen Zahlen wurden in Deutschland 2024 bisher 328 Mädchen und Frauen getötet. Fast 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt im Land sind weiblich.
Nach der öffentlichen Empörung verteidigte sich Nuhr auf Facebook. Er betonte, niemals Witze über Femizide gemacht zu haben. Stattdessen behauptete er, seine Aussagen hätten sich auf den Missbrauch wissenschaftlicher Begriffe für pauschale Verallgemeinerungen bezogen. Zudem argumentierte er, Männer würden oft unfair und übertrieben pauschal diffamiert.
Nuhrs Äußerungen und seine spätere Rechtfertigung halten die Debatte am Laufen. Die Diskussion zeigt, wie sensibel das Thema Femizide in Deutschland behandelt wird. Offizielle Daten unterstreichen das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen im Land.
