21 December 2025, 15:20

Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

Eine Collage mit einer Gruppe von Kindern und Text.

Digitalpakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang

Solingen – Nach über einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 verständigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – doch von Euphorie kann keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu zahlreich sind die Geräte, die seit Langem kaputt in den Regalen stehen.

20. Dezember 2025, 10:24 Uhr

Bund und Länder haben eine neue Vereinbarung zum DigitalPakt 2.0 getroffen, um Schulen mit moderner Digitaltechnik auszustatten. Das mit fünf Milliarden Euro ausgestattete Programm soll langfristige Unterstützung bieten – doch Sorgen über Finanzierungslücken und bürokratische Verzögerungen bleiben. In Solingen wird der Beschluss zwar als Schritt in die richtige Richtung gewertet, doch die Schulen vor Ort kämpfen weiterhin mit veralteter Technik und großen Herausforderungen.

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Bund und Länder steuern jeweils 2,5 Milliarden Euro bei, um den Schulen für die nächsten fünf Jahre Planungssicherheit zu geben. Zwar wird die finanzielle Unterstützung begrüßt, doch Jens Merten, Vorsitzender des Solinger Zweigs des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), verweist auf die Frustration, die durch verschobene Reparaturen und defekte Geräte während vorheriger Förderpausen entstanden ist. Er betont, dass digitale Bildung kontinuierliche Investitionen erfordere – und keine kurzfristigen Lösungen.

Daniel Weber, stellvertretender VBE-Vorsitzender, kritisiert, dass das Budget im Vergleich zum ersten DigitalPakt gekürzt wurde und Länder eigene Ausgaben von den Bundesmitteln abziehen können. Der Verband warnt, dass der bloße Austausch alter Geräte nicht ausreiche. Stattdessen brauchten Schulen moderne Unterrichtsmethoden, eine KI-taugliche Infrastruktur und gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte. Der VBE fordert eine schnelle, bürokratiearme Mittelvergabe mit klaren Vorgaben für die pädagogische Entwicklung. Zudem plädiert er für frühzeitige Gespräche über einen DigitalPakt 3.0, um nach Ablauf des aktuellen Programms keine neue Förderlücke entstehen zu lassen.

Der DigitalPakt 2.0 bietet einen strukturierten Ansatz, um die schulische Technik in den nächsten fünf Jahren zu verbessern. Doch Kommunen wie Solingen müssen nicht nur bestehende Rückstände aufarbeiten, sondern auch zukünftige Anforderungen im Blick behalten. Der Erfolg des Programms hängt davon ab, wie effizient die Mittel verteilt werden – und ob die Planung über das Jahr 2029 hinaus gesichert ist.