DOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom und setzt auf Dortmund
Edeltrud WagnerDOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom und setzt auf Dortmund
DOKOM21 verkauft sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in Essen an die Deutsche Telekom
Der Verkauf erfolgte nach einer Bewertung der künftigen Ausbaukosten und der Förderfristen. Das Unternehmen betonte, dass finanzielle Schwierigkeiten nicht der Grund für die Veräußerung gewesen seien.
Der Deal umfasst die Stadtteile Frohnhausen und Huttrop; die technische Umsetzung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Das Verkaufsverfahren begann bereits im September 2024 – Monate bevor DOKOM21 im Dezember der Branchenvereinigung BUGLAS beitrat. Das Unternehmen bestätigte, dass die Mitgliedschaft keine Rolle bei der Entscheidung spielte. Ausschlaggebend war vielmehr das bevorstehende Auslaufen der Fördermittel für den Glasfaserausbau in Essen, das eine weitere Expansion ohne zusätzliche Finanzierung unwirtschaftlich gemacht hätte.
DOKOM21 prüfte Alternativen, etwa den Verkauf der Infrastruktur bei gleichzeitiger Sicherung des Zugangs über Offene-Netz-Vereinbarungen. Diese Optionen hätten jedoch hohe Investitionen erfordert. Nach Abwägung der Angebote entschied man sich für das Konzept der Deutschen Telekom als beste Lösung. Die Verhandlungen verliefen auf Augenhöhe, ohne Druck von einer der beiden Seiten.
Für die Kunden wird der Übergang mit möglichst geringen Auswirkungen verbunden sein, da die Dienste weiterhin über FTTH-Anschlüsse (Fiber to the Home) bereitgestellt werden. Nach der Übergabe erhalten sie zudem Zugang zu weiteren Anbietern im Rahmen des Open-Access-Modells der Telekom. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen den weiteren Glasfaserausbau in Dortmund finanzieren, wo DOKOM21 nun seine Ressourcen bündelt.
Die Transaktion markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig auf den Netzausbau in Dortmund konzentriert. Die Deutsche Telekom wird die Betriebsführung in Essen bis Ende 2026 übernehmen. Die Kunden vor Ort profitieren auch unter der neuen Trägerschaft von stabilen Leistungen und einer größeren Auswahl an Anbietern.
