Dormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe – ein starkes Zeichen für das Leben
Wieslaw JähnDormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe – ein starkes Zeichen für das Leben
Dormagen beteiligt sich an globaler Kampagne "Städte für das Leben" gegen die Todesstrafe
Am 30. November nimmt Dormagen an der weltweiten Aktion Städte für das Leben gegen die Todesstrafe teil. Als Zeichen des Protests wird das Neue Rathaus der Stadt vom 28. bis 30. November in Lila beleuchtet. Die Initiative erfolgt zu einer Zeit, in der Hinrichtungen und Todesurteile in einigen Krisenregionen der Welt wieder zunehmen.
Die Kampagne wird von der katholischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio gemeinsam mit weiteren Partnerorganisationen getragen. Fast 300 deutsche Städte haben sich bereits dem internationalen Netzwerk angeschlossen, das sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, dass die Todesstrafe grundlegenden Werten widerspreche und unverzüglich abgeschafft werden müsse.
Im Dezember 2025 führte die Militärregierung Burkina Fasos die Todesstrafe wieder ein – eine Kehrtwende gegenüber dem Verbot, das die vorherige zivile Regierung 2018 verhängt hatte. Die Strafe gilt nun für Verbrechen wie Hochverrat, Terrorismus und Spionage. Gleichzeitig haben Länder wie Pakistan, Vietnam und Japan in jüngster Zeit Reformen oder Debatten zur Todesstrafe eingeleitet.
Die Bewegung für die Abschaffung gewann 2024 an Fahrt, als die UN-Generalversammlung eine Resolution verabschiedete, die Staaten auffordert, die Todesstrafe zu beenden. 130 Nationen unterstützten den Beschluss – ein Zeichen für die wachsende internationale Ablehnung dieser Praxis.
Dormagens Teilnahme an Städte für das Leben steht im Einklang mit den weltweiten Bemühungen, die Todesstrafe endgültig abzuschaffen. Die lila Beleuchtung des Neuen Rathauses dient als sichtbares Mahnmal im Kampf gegen Hinrichtungen. Trotz Fortschritten bleibt die Todesstrafe in vielen Ländern legal, und in einigen Regionen nimmt ihre Anwendung sogar zu.
