04 March 2026, 14:53

Dorothee Bär führt SelbstAktiv erneut an – mit klarem Fokus auf Inklusion und Rechte

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Vielfalt ist eine Tatsache, Inklusion ist eine Wahl" steht, durch eine Straße, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Dorothee Bär führt SelbstAktiv erneut an – mit klarem Fokus auf Inklusion und Rechte

SelbstAktiv: Dorothee Bär wieder zur Vorsitzenden gewählt

Die Solinger Behindertenrechtsorganisation SelbstAktiv hat Dorothee Bär erneut zur Vorsitzenden gewählt. Als ihre Stellvertreter wurden Oliver Backhaus und Yesim Özem bestimmt. Die Wahl fiel in eine Zeit andauernder Debatten über Inklusion und die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen.

Auf einer kürzlichen Mitgliederversammlung wurden strukturelle Probleme in der Behindertenhilfe erörtert, darunter Finanzierungslücken und unklare Zuständigkeiten zwischen kommunalen und Landesbehörden.

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Dorothee Bär setzt sich seit langem für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Über 30 Jahre saß sie im Solinger Stadtrat und ist mittlerweile auf Landesebene tätig. Als Vorsitzende von SelbstAktiv kritisierte sie die Unterfinanzierung und bürokratische Hürden in der Behindertenarbeit. Zudem leitet sie Autismus Rhein-Wupper sowie den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Solingen.

Oliver Backhaus, Medienwirtschaftler und seit 1985 Rollstuhlfahrer, steht dem Verein für Barrierefreiheit vor. Er betonte, dass SelbstAktiv die Interessen der direkt Betroffenen entschlossen vertreten müsse. Sein Fokus liegt darauf, der Organisation in politischen Diskussionen Gehör zu verschaffen.

Yesim Özem, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeitet und sich dort ehrenamtlich im Beirat engagiert, wurde zur weiteren Stellvertreterin gewählt. Zudem vertritt sie die SPD im Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Solingen. Özem regte an, Inklusion im kulturellen Leben der Stadt sichtbarer zu machen – etwa durch einen inklusiven Karneval.

Gastredner Josef Neumann gab einen Überblick über die Inklusionsbemühungen in Nordrhein-Westfalen. Er verwies auf eine Kampagne der Lebenshilfe NRW gegen Kürzungen bei Integrationshelfern. Die Diskussion machte deutlich, wie besorgt viele über den Rückbau von Unterstützungsangeboten in Schulen und Betrieben sind.

Die neue Führung von SelbstAktiv will sich vor allem der Bekämpfung von Finanzierungsengpässen und bürokratischen Hindernissen in der Behindertenhilfe widmen. Zu den Schwerpunkten gehören eine höhere Sichtbarkeit von Inklusion in Solingen sowie der Einsatz für bessere Förderstrukturen. Die Gruppe strebt eine enge Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Institutionen an, um konkrete Veränderungen voranzutreiben.