Dorothee Bär glänzt in Aachen mit Humor und Astronautenkostüm bei Ordenverleihung
Wieslaw JähnDorothee Bär glänzt in Aachen mit Humor und Astronautenkostüm bei Ordenverleihung
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) mit dem Orden Gegen tödlichen Ernst ausgezeichnet
Bei einer ausgelassenen Gala in Aachen ist Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) mit dem Orden Gegen tödlichen Ernst geehrt worden. In einem Astronautenkostüm verpackte sie ihre Rede in scharfsinnigen Witz und verglich eine CSU-Parteitagsveranstaltung mit der unendlichen Weite des Weltraums. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sorgte mit Pointen für Heiterkeit, während die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang in einem Appell zur demokratischen Einheit aufrief.
Die Verleihung fand in Aachen statt, wo der Aachener Karnevalsverein (AKV) seit 1950 Persönlichkeiten aus der Politik für Humor und Menschlichkeit in öffentlichem Amt würdigt. Zu den früheren Preisträgern zählen Konrad Adenauer und Annalena Baerbock. Die diesjährige Feier bot Auftritte der Aachener Karnevalsgrößen sowie der Kölner Band Kasalla.
Besonders gelacht wurde über Bärs scherzhaften Vorschlag, mehrere politische Kollegen – darunter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder – mit einer Mondrakete ins All zu schicken. Vizekanzler Lars Klingbeil lobte sie später als "einzigartige Persönlichkeit" in der CSU, die durch mutige Ideen und tiefe Verwurzelung besticht. Sein Fazit: "Wir brauchen mehr Bär", um eine zuversichtliche Zukunftsvision zu prägen.
Durch den Abend führten Comedian Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese, die politische Satire mit Unterhaltung verbanden. Ricarda Lang, als Außerirdische verkleidet, mahnte unterdessen zu mehr Zusammenhalt unter Demokraten. Linnemann scherzte derweil über CDU-Chef Armin Laschet, der im Bundestag angeblich High Heels trage.
Der Abend feierte Bärs Beitrag zur politischen Kultur – mit Charme und Esprit. Der Orden Gegen tödlichen Ernst unterstreicht ihr Talent, Witz mit öffentlichem Engagement zu verbinden. Die Gala knüpfte damit an die AKV-Tradition an, Persönlichkeiten zu ehren, die Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit verbinden.
