24 January 2026, 00:32

Duisburger Gedenk-Gottesdienst verbindet Jugendliche mit NS-Opfern und Geschichte

Ein von Betonwänden gesäumter Weg im Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Deutschland, mit Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Duisburger Gedenk-Gottesdienst verbindet Jugendliche mit NS-Opfern und Geschichte

Ökumenischer Gottesdienst in Duisburg gedenkt der NS-Opfer

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Am 25. Januar 2025 findet in Duisburg ein ökumenischer Gottesdienst statt, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die Veranstaltung markiert den 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und beginnt um 16:00 Uhr in der Salvatorkirche. Schülerinnen und Schüler einer örtlichen Schule gestalten eine historische Nachstellung und übernehmen dabei eine zentrale Rolle in der Gedenkfeier.

Der Gottesdienst soll die Erinnerung an den Holocaust wachhalten und junge Menschen dazu anregen, über Gerechtigkeit und Verantwortung nachzudenken. Kirchen und lokale Initiativen haben sich zusammengeschlossen, um die Veranstaltung zu organisieren – eine Verbindung von Bildung und Mahnung.

Die Gedenkfeier ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Organisationen: Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Katholische Stadtkirche Duisburg haben das Programm gestaltet. Mitwirkende sind Stadtdechant Pastor Andreas Brocke, Pastor Martin Winterberg von der Salvatorkirche sowie Pfarrerin Sarah Süselbeck.

Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums – einer zertifizierten „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – führen eine Gerichtsverhandlung nach dem Vorbild des Prozesses gegen Johannes Kühnemann aus dem Jahr 1965 auf. Der ehemalige NS-Offizier war wegen mehrfachen Mordes in Auschwitz verurteilt worden. Die Jugendlichen setzen sich mit der Frage auseinander: „Wie hätte ich Recht gesprochen?“ Ihre Darstellung beleuchtet die Perspektiven von Opfern, Zeugen und Tätern. Pfarrerin Süselbeck betonte das große Engagement der Schüler, die sich intensiv mit der Geschichte des Holocaust beschäftigt hätten. Die Predigt widmet sich den Themen Gerechtigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung – und unterstreicht deren anhaltende Bedeutung, Jahrzehnte nach den Verbrechen. Durch die Einbindung junger Stimmen will der Gottesdienst historische Lehren mit heutigen Herausforderungen verbinden.

Die Veranstaltung bringt Glaubensvertreter, Pädagogen und Schüler zusammen, um derer zu gedenken, die unter der NS-Verfolgung litten. Durch Nachstellungen, Gespräche und Reflexion stärkt der Gottesdienst die Auseinandersetzung mit historischen Ungerechtigkeiten. Gleichzeitig wird die Rolle der Bildung betont, um solche Verbrechen für immer zu verhindern.