Düren deckt mit MISSIMO massiven Kindergeldbetrug auf – 16.000 Euro zurückgefordert
Ariane RosenowDüren deckt mit MISSIMO massiven Kindergeldbetrug auf – 16.000 Euro zurückgefordert
Düren startet Projekt MISSIMO zur Bekämpfung von Kindergeldauszahlungsbetrug
Die Stadt Düren hat das Projekt MISSIMO ins Leben gerufen, um Betrug bei Kindergeldauszahlungen einzudämmen. An der Initiative beteiligen sich lokale Behörden, das Familienkassenamt, die Polizei und das Jobcenter. Ziel ist es, unrechtmäßige Anträge zu unterbinden und zu Unrecht ausgezahlte Gelder zurückzufordern.
In der ersten Phase des Projekts wurden 13 Fälle aufgedeckt, in denen 32 Kinder nicht an ihren gemeldeten Wohnadressen lebten. Daraufhin wurden Rückforderungen in Höhe von 16.000 Euro für zu Unrecht bezogene Leistungen gestellt. Zudem wurden weitere Auszahlungen im sechsstelligen Bereich gestoppt.
Sämtliche identifizierte Fälle werden nun wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung geprüft. Nach deutschem Recht stellt die vorsätzliche Falschangabe bei Kindergeldanträgen eine Straftat dar. Besonders im Fokus stehen Familien, deren Kinder sich länger als sechs Monate im Ausland aufhalten oder nicht mehr in Deutschland leben.
Auffälligkeiten, die auf Betrug hindeuten, sind unter anderem lange Schulfehlzeiten, nicht wahrgenommene Arzttermine oder Kinder, die an ihrer gemeldeten Adresse nicht angetroffen werden. Düren gehört zu den ersten Kommunen, die MISSIMO einführen – ein Vorhaben, das Betrüger bestrafen, gleichzeitig aber ehrliche Steuerzahler entlasten soll, die diese Leistungen finanzieren.
Das Projekt MISSIMO hat bereits tausende Euro an fehlerhaften Auszahlungen zurückgeholt und weitere Betrugsfälle verhindert. Die Ermittlungen in den 13 aufgedeckten Fällen laufen noch. Die Initiative unterstreicht die Bemühungen, sicherzustellen, dass Kindergeldauszahlungen nur an diejenigen fließen, die rechtmäßig Anspruch darauf haben.
