23 December 2025, 16:53

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Eine Gruppe von Menschen in einem Raum, mit einer Frau in einem schwarzen Kleid vorn, einem Mann in einer schwarzen Jacke mit einer Flasche rechts und einem roten Tuch im Hintergrund.

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs erneut bekomme?'

Düsseldorfs Luisenkrankenhaus schließt bis Ende 2025 – Brustkrebspatientinnen vor unsicherer Zukunft

Das Düsseldorfer Luisenkrankenhaus, eine spezialisierte Klinik für Brustkrebs, wird bis Ende 2025 geschlossen. Die Entscheidung fällt im Rahmen der bundesweiten Krankenhausreform, die auf größere, zentralisierte medizinische Zentren setzt. Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen nun vor möglichen Jobverlusten, während Patientinnen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten suchen müssen.

Die Klinikleitung und die Belegschaft wurden Mitte November 2025 offiziell über die Schließung informiert. Der Schritt entspricht den nationalen Reformplänen, die durch die Bündelung von Leistungen in weniger, aber leistungsstarken Krankenhäusern mehr Effizienz erreichen sollen.

Für die Betroffenen bringt die Schließung große Unsicherheit mit sich. Karin Rinklake, eine 77-jährige Krebspatientin, die dort 14 Jahre lang behandelt wurde, steht nun vor einer ungewissen Zukunft. Frauen, die sich gerade in Therapie befinden, müssen in andere Einrichtungen wechseln, zu neuen Ärztinnen und Ärzten Vertrauen aufbauen und sich auf unbekannte Behandlungspläne einstellen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Umsetzung der Reform im Fall des Luisenkrankenhauses scharf. Sie warnt, dass benachbarte Kliniken – etwa die Brustzentren in Köln, Krefeld und München – die Patientinnen zwar aufnehmen könnten, aber kaum in der Lage seien, die persönliche und einfühlsame Betreuung zu gewährleisten, für die das Luisenkrankenhaus stand. Zwar erfüllen diese zertifizierten Zentren die Standards der Deutschen Krebsgesellschaft, doch der individuelle und mitfühlende Ansatz der Düsseldorfer Klinik lässt sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Die Schließung wird noch vor 2026 vollzogen und hinterlässt arbeitslose Mitarbeiter sowie Patientinnen ohne ihre gewohnte Anlaufstelle. Die betroffenen Frauen sind auf Ausweichkliniken angewiesen – doch der Wechsel könnte ihre Behandlungserfahrung grundlegend verändern. Langfristig bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Reform auf die spezialisierte Versorgung haben wird.

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