E.ON erhöht Dividende und investiert 48 Milliarden in die Energiewende bis 2030
Ariane RosenowE.ON erhöht Dividende und investiert 48 Milliarden in die Energiewende bis 2030
E.ON kündigt höhere Dividende und milliardenschwere Investitionen an
E.ON hat bekannt gegeben, die Dividendenausschüttung auf 0,57 Euro pro Aktie anzuheben. Die Erhöhung soll auf der kommenden Hauptversammlung am 23. April 2026 beschlossen werden. Gleichzeitig stockt der Energiekonzern sein Investitionsbudget um 10 Prozent auf 48 Milliarden Euro bis 2030 auf – mit Fokus auf den Ausbau des deutschen Stromnetzes, um die Energiewende zu beschleunigen.
Die Netzausbaustrategie des Unternehmens folgt auf jahrelange staatliche Förderung und regulatorische Anpassungen. Seit 2020 treiben Programme wie das Netzausbau-Beschleunigungsgesetz (NABEG) und Reformen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Investitionen voran. Bis 2025 will E.ON 9 Milliarden Euro in den Netzausbau stecken, darunter den Bau von 5.000 Kilometern neuer Hochspannungsleitungen sowie die Modernisierung der digitalen Infrastruktur, um die Anforderungen der Energiewende zu erfüllen.
Die Aktie von E.ON erreichte Mitte März 2026 mit 20,30 Euro ein 52-Wochen-Hoch, pendelte sich seitdem bei etwa 18,85 Euro ein. Dennoch rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr mit einem leichten Rückgang beim operativen Ergebnis. Das bereinigte EBITDA der Gruppe wird für 2026 auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro prognostiziert – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren.
Langfristig strebt E.ON jedoch ein bereinigtes EBITDA von 13 Milliarden Euro bis 2030 an. Der Erfolg hängt dabei maßgeblich von den noch ausstehenden Genehmigungen der Bundesnetzagentur ab. Weitere Details wird das Unternehmen im nächsten Quartalsbericht am 13. Mai 2026 vorlegen.
Mit der Dividendenerhöhung und dem erweiterten Investitionsplan unterstreicht E.ON das Vertrauen in seine langfristige Netzstrategie. Ob die finanziellen Ziele und die Aktienperformance erreicht werden, hängt in den kommenden Jahren jedoch von der regulatorischen Unterstützung und der Umsetzung der Infrastrukturprojekte ab.






