Essen reformiert Kita-Angebot wegen sinkender Kinderzahlen bis 2027
Essen bereitet sich auf Veränderungen in seinem Betreuungssystem für Kinder vor, da die Zahl der Kleinkinder weiterhin sinkt. Bis zum 30. September 2025 hatte die Stadt 1.067 weniger Kinder im Alter von null bis sechs Jahren zu verzeichnen – damit verbleiben noch 33.336 in dieser Altersgruppe. Im Februar 2026 wurden neue Pläne für Kitas und frühkindliche Bildungsangebote verabschiedet, um den veränderten Bedarf zu decken.
Der Jugendhilfeausschuss beschloss am 10. Februar 2026 die Betreuungspläne für das Kindergartenjahr 2026/2027. Diese umfassen 487 zusätzliche Kita-Plätze, sodass die Gesamtzahl bis zum Ende des Zeitraums auf 23.745 steigt. Zudem werden 234 weitere Plätze in Spielgruppen, Sprachförderprogrammen und der SchuBiE-Initiative angeboten.
Die Versorgungsquoten sollen sich deutlich verbessern: Bei den Unter-Dreijährigen (U3) wird die Quote bis Ende 2026/2027 auf 40,8 Prozent steigen und damit das 40-Prozent-Ziel vorzeitig übertreffen. Bei den Über-Dreijährigen (Ü3) wird eine Abdeckung von 96,7 Prozent erwartet, wobei jedoch noch 672 Plätze für eine vollständige Versorgung fehlen.
Seit 2015/2016 hat Essen über 5.900 Betreuungsplätze geschaffen. Trotz dieses Ausbaus passt die Stadt ihr Angebot weiterhin an die schrumpfende Zahl junger Kinder an.
Die beschlossenen Pläne sehen eine Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten vor, sodass bis 2027 fast 24.000 Plätze zur Verfügung stehen. Während die U3-Versorgungsquote ihr Ziel übertrifft, bleibt die Ü3-Betreuung knapp unter der Vollversorgung. Diese Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass Essens jüngste Altersgruppe um über tausend Kinder geschrumpft ist.
