Essen setzt auf Radverkehr: Initiative für fahrradfreundliche Arbeitgeber ausgezeichnet
Ariane RosenowEssen setzt auf Radverkehr: Initiative für fahrradfreundliche Arbeitgeber ausgezeichnet
EssenzArbeitsgruppe Fahrradfreundliche Arbeitgeber ist einzigartig in Deutschland – als einzige Initiative dieser Art fördert sie seit 2017 nachhaltigere Pendelwege. Bisher haben sich 42 Unternehmen an dem Projekt beteiligt, um eine umweltfreundlichere Verkehrskultur zu etablieren. Nun wurde das Engagement mit dem dritten Platz beim RuhrMobilitätsPreis 2025 gewürdigt.
Die Arbeitsgruppe, unterstützt vom Essener Stadtportal, begleitet Betriebe dabei, fahrradfreundliche Maßnahmen umzusetzen. Dazu zählen sichere Fahrradabstellplätze, Dienstfahrräder für Mitarbeiter:innen sowie die Teilnahme an Aufklärungskampagnen. Ziel ist es, durch attraktive Rahmenbedingungen mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad zu bewegen und so Emissionen zu reduzieren.
Um die Teilnahme zu erleichtern, stellt die Stadt einen Zuschuss von 1.000 Euro für die Zertifizierung bereit. Bisher fanden 16 Workshops statt, an denen rund 100 Unternehmen teilnahmen. Die Initiative ist Teil von Essens langfristiger Vision: Bis 2035 sollen private Pkw, öffentlicher Nahverkehr, Zu-Fuß-Gehen und Radfahren jeweils 25 Prozent der Wege ausmachen.
Parallel dazu beherbergt Essen das MINT-Netzwerk, ein bundesweit einzigartiges Projekt, das 2010 im Rahmen des landesweiten Programms 'Zukunft durch Innovation.NRW' (zdi) gegründet wurde. Während die Fahrradinitiative den Verkehrswandel vorantreibt, setzt sich das MINT-Netzwerk für die Förderung von Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ein – ebenfalls ein Novum in Deutschland.
Mit mittlerweile über 60 Mitgliedern wächst die Arbeitsgruppe Fahrradfreundliche Arbeitgeber stetig weiter. Durch die Kombination aus Fördergeldern, Schulungen und betrieblichen Anreizen hat sie bereits spürbar das lokale Mobilitätsverhalten beeinflusst. Die Auszeichnung unterstreicht Essens Fortschritte auf dem Weg zu einer sauren, ausgewogenen Verkehrswende bis 2035.
