Essen stärkt ehrenamtliches Engagement mit neuen Fördermodellen ab 2026
Ariane RosenowEssen stärkt ehrenamtliches Engagement mit neuen Fördermodellen ab 2026
Essen baut seine Förderung für ehrenamtliches Engagement mit neuen Finanzierungsmodellen aus. Der Stadtrat hat Änderungen am bestehenden Förderfonds Bürgerliches Engagement beschlossen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten. Zudem startet im kommenden Jahr das neue Mikroförderprogramm Mission Ehrenamt mit einem jährlichen Budget von 20.000 Euro.
Die Initiative zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in Essen begann vor über einem Jahrzehnt. Im März 2012 verabschiedete der Rat das Aktionskonzept zur Förderung der Anerkennungskultur in Essen und legte damit den Grundstein für spätere Vorhaben. Noch im selben Jahr, im November, richtete der Haupt- und Finanzausschuss offiziell den Förderfonds ein, der 2013 mit einem jährlichen Budget von 80.000 Euro seine Arbeit aufnahm.
Ab 2026 wird der Fonds flexiblere Unterstützung für gemeinnützige Gruppen in der Stadt bieten. Anträge werden von der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Ehrenamt nach klaren Förderrichtlinien geprüft. Die Mittel können für verschiedene Bedarfe eingesetzt werden – von Materialien und Kampagnen über Schulungen bis hin zu technischer Ausstattung.
Neben dem aktualisierten Förderfonds wird das neue Programm Mission Ehrenamt gezielte Zuschüsse vergeben. Jährlich erhalten bis zu sechs Projekte eine Förderung: zwei mit je 5.000 Euro und vier mit je 2.500 Euro. Das Programm soll Ehrenamtlichen helfen, lokale Initiativen zu gestalten und neue Chancen zu nutzen.
Die Änderungen treten zu Beginn des Jahres 2026 in Kraft und bieten gemeinnützigen Organisationen in Essen mehr Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Mit einem gemeinsamen Jahresbudget von 100.000 Euro für beide Programme erwartet die Stadt, basisdemokratische Projekte zu stärken und die Beteiligung am ehrenamtlichen Engagement weiter auszubauen.






