Extremmarsch ohne Schlaf: 70 Kilometer durch den Teutoburger Wald fordern Reservisten heraus
Ariane RosenowExtremmarsch ohne Schlaf: 70 Kilometer durch den Teutoburger Wald fordern Reservisten heraus
Rund 120 Reservisten der Bundeswehr nehmen derzeit an einem strapaziösen 70-Kilometer-Marsch durch den Teutoburger Wald teil. Die als Durchbruchübung bekannte Veranstaltung fordert die Teilnehmer körperlich und geistig bis an ihre Grenzen – und das ohne Schlaf über 36 Stunden hinweg. Begleitet werden sie von Teams des Technischen Hilfswerks (THW) und der Polizei, die sich ebenfalls der Herausforderung stellen.
Der Startschuss fiel mit einem anspruchsvollen Schwimmen durch den Dortmund-Ems-Kanal, das ohne Neoprenanzüge absolviert werden musste. Für die Sicherheit sorgte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Im Anschluss folgten weitere harte Prüfungen: Abseilen, ein Biathlon sowie die Orientierung im dichten Wald, während Drohnen die Teilnehmer aufspüren sollten.
In späteren Phasen galt es, simulierte Einsätze zu meistern – etwa die Rettung von Verletzten aus Trümmern. Die gesamte Strecke muss innerhalb von 36 Stunden bewältigt werden, alle Teams müssen bis Samstagabend um 23 Uhr zurück im Stützpunkt sein. Trotz der extremen Belastung gaben die Organisatoren keine Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Risiken an und verwiesen auf die hohe Fitness der Beteiligten.
Besonders bemerkenswert: Einige Teilnehmer sind Ende 50 – ein Beweis dafür, dass Alter in diesem Test auf Durchhaltevermögen keine Rolle spielt. Eine Siegerehrung wird die Übung am Sonntag offiziell abschließen.
Die Durchbruchübung dient dazu, Motivation, Ausdauer und Charakter unter Extrembedingungen zu prüfen. Alle Teams müssen die vollständigen 70 Kilometer inklusive Wasserhindernissen, taktischer Übungen und Rettungssimulationen vor Ablauf der Frist zurücklegen. Die Veranstaltung unterstreicht die körperliche und mentale Einsatzbereitschaft von Reservisten, Rettungskräften und Polizisten gleichermaßen.
