Fans stürmen Feld und schalten VAR-Monitor ab – Chaos bei Preußen Münster gegen Hertha BSC
Wieslaw JähnFans stürmen Feld und schalten VAR-Monitor ab – Chaos bei Preußen Münster gegen Hertha BSC
Ein ungewöhnlicher Vorfall in der 2. Bundesliga: Fans schalten VAR-Monitor aus
Das Zweitliga-Spiel zwischen SC Preußen Münster und Hertha BSC nahm am 8. März 2026 eine skurrile Wendung, als zwei Fans den VAR-Monitor am Spielfeldrand stürmten und die Stromversorgung unterbrachen. Der Vorfall ereignete sich während des hitzigen Duells im Preußenstadion, das Hertha BSC mit einem spätem 2:1-Sieg durch Tore von Fabian Reese und Marten Winkler für sich entschied.
Die Unruhen begannen, nachdem eine VAR-Überprüfung einen Elfmeter für Hertha Berlin zur Folge hatte. Die Anhänger von Preußen Münster hatten ihre Wut bereits zuvor mit einem Transparent zum Ausdruck gebracht, auf dem "VAR abschalten!" stand. Kurze Zeit später stürmten zwei Fans das Feld, rissen den VAR-Monitor vom Strom und zwangen Schiedsrichter Felix Bickel, sich für weitere Entscheidungen auf das VAR-Team in Köln zu verlassen.
Der SC Preußen Münster verurteilte die Aktion umgehend als "inakzeptabel" und kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln sowie künftig strengere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Auf dem Platz ging Hertha BSC in der 49. Minute durch Reeses Elfmeter – der nach dem VAR-Eingriff gegeben worden war – in Führung. Münster glich kurz vor der Pause durch Jannis Heuer aus, doch Winklers dramatischer Siegtreffer in der 93. Minute besiegelte den 2:1-Erfolg der Gäste.
Das Spiel unterstrich die anhaltenden Spannungen um den Videobeweis im deutschen Fußball. Preußen Münster steht nun vor der Aufgabe, die Stadionabsicherung zu verstärken. Herthas Sieg hält die Berliner meanwhile im Rennen um die vorderen Plätze der 2. Bundesliga, während Münster sowohl sportlich als auch in puncto Fanverhalten nachbessern muss.
