FC Köln: Massiver Fanprotest erschüttert Rheinderby gegen Leverkusen
Wieslaw JähnFC Köln: Massiver Fanprotest erschüttert Rheinderby gegen Leverkusen
Kölns Kessler kündigt Wiederholung des Derbys an
Hunderte Fans verlassen protestierend das Stadion – Stimmung kippt. Der FC will die Gründe für die angeblich überzogenen Kontrollen aufklären.
- Dezember 2025, 05:12 Uhr
Hundertschaften von Anhängern des 1. FC Köln verließen am Samstag vor Anpfiff des Rheinderbys gegen Bayer 04 Leverkusen demonstrativ die BayArena. Der Vorfall ereignete sich am 13. Dezember 2025, nachdem sich Fans über überzogene Polizeikontrollen beschwert hatten. Vereinsvertreter kündigten inzwischen eine Aufklärung des Sachverhalts an.
Zwischen 500 und 600 Kölner Ultras verließen das Stadion noch vor Spielbeginn. Sie begründeten ihren Protest mit aufdringlichen Einlasskontrollen, wobei einige sogar von entwürdigenden Leibesvisitationen berichteten – Vorwürfe, die die Polizei später zurückwies. Die Aktion folgte auf Beschwerden über unnötig aggressive Sicherheitsmaßnahmen.
Sportdirektor Thomas Kessler bezeichnete den ungewöhnlichen Schritt als beispiellos und betonte, dass die Fanszene nicht ohne Grund so gehandelt habe. Zwar lägen ihm noch nicht alle Details vor, doch eine gründliche Untersuchung sei unverzichtbar. Kessler räumte zudem ein, dass die gedrückte Stimmung im Stadion möglicherweise die schwache erste Halbzeit des FC beeinflusst habe.
In einer versteckten Spitze reagierte Kessler auf Äußerungen von Bayer 04 Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes, der trotz des Fanprotests die Atmosphäre im Stadion gelobt hatte. Nun steht der Verein in der Kritik, wie mit der Situation umgegangen wurde und ob sich ähnliche Vorfälle bei künftigen Spielen vermeiden lassen.
Kessler bestätigte, dass der 1. FC Köln die Ereignisse vor dem Protest aufarbeiten werde. Ziel sei es, die genauen Abläufe zu klären und die Bedenken der Fans zu adressieren, bevor es zum nächsten Derby kommt. Die Folgen des Vorfalls könnten auch Auswirkungen auf die Sicherheitsvorkehrungen bei zukünftigen Spielen haben.
