06 May 2026, 16:17

FDP-Chef Höne zerlegt Merz' Koalitionsbilanz – und positioniert sich für den Parteivorsitz

Karte von Deutschland mit provinces in rot und blau hervorgehoben, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

FDP-Chef Höne zerlegt Merz' Koalitionsbilanz – und positioniert sich für den Parteivorsitz

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Die Bilanz der Regierung bezeichnete er als „außerordentlich schlecht“ und warnte vor wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen für das Land. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er sich Ende dieses Monats um den Bundesvorsitz der FDP bewerben wird.

Höne warf Merz vor, sich von marktwirtschaftlichen Prinzipien zugunsten sozialdemokratischer Politik verabschiedet zu haben. Der Kanzler habe Wahlversprechen nicht eingelöst, was zu großer Unzufriedenheit unter den Wählern führe, so Höne. Die Umfragewerte der Koalition lägen mittlerweile sogar unter denen der vorherigen Ampelregierung auf ihrem Tiefpunkt.

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Der FDP-Politiker nannte insbesondere die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung als zentralen Kritikpunkt. Die Änderungen würden sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber die Kosten erhöhen und die Wirtschaft zusätzlich belasten, argumentierte er. Höne forderte dringend Kurskorrekturen und zeigte sich enttäuscht über die zögerliche Haltung und Untätigkeit der Regierung.

Seine Kritik fällt mit seinem Anlauf auf den Parteivorsitz zusammen, der auf dem FDP-Bundesparteitag Ende Mai entschieden wird. Höne inszeniert sich als Stimme des wirtschaftsliberalen Flügels und drängt auf mehr Selbstreflexion innerhalb der Koalition. Die aktuelle Wirtschaftslage bezeichnete er als das „größte Problemfeld“, dem sich Deutschland gegenwärtig stellen müsse.

Hönes Aussagen unterstreichen die zunehmenden Spannungen innerhalb der Koalition in Fragen der Wirtschaftspolitik und Reformen. Sein Wahlkampf wird voraussichtlich darauf abzielen, die von ihm kritisierte Abkehr von marktwirtschaftlichen Lösungen rückgängig zu machen. Auf dem anstehenden Parteitag wird sich zeigen, ob seine Position in der FDP auf breitere Unterstützung stößt.

Quelle