Festnahme nach Anzeigen-Rückzug: 18-Jähriger landet wegen Raubverdachts vor Gericht
Edeltrud WagnerFestnahme nach Anzeigen-Rückzug: 18-Jähriger landet wegen Raubverdachts vor Gericht
Ein 18-jähriger Mann geriet in Münster in Polizeigewahrsam – ausgerechnet nach einem Besuch bei der Bundespolizei. Eigentlich wollte er dort eine Körperverletzungsanzeige zurückziehen, doch am Ende wurde er wegen eines anderen Delikts festgenommen. Die überraschende Wende ergab sich, als Beamte während des Besuchs seine Personalien überprüften.
Der junge Mann erschien gemeinsam mit der Person, gegen die er zuvor den Vorwurf der Körperverletzung erhoben hatte, auf der Wache. Während die Beamten seinen Antrag auf Rücknahme der Anzeige bearbeiteten, führten sie routinemäßig eine Identitätsprüfung durch. Dabei stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.
Das Amtsgericht Münster hatte den Haftbefehl wegen des Verdachts auf Raub erlassen. Die Polizisten nahmen ihn umgehend fest und führten ihn später einem Haftrichter vor. Die Festnahme erfolgte im Februar 2024; unklar bleibt jedoch, wie lange der Beschuldigte bereits vor diesem Vorfall gesucht wurde.
Der Fall zeigt, wie standardmäßige Polizeikontrollen zu unerwarteten Festnahmen führen können. Der Mann muss sich nun wegen des Raubvorwurfs vor Gericht verantworten – unabhängig von der Körperverletzungsanzeige, die er eigentlich zurückziehen wollte. Über sein weiteres Schicksal wird in den kommenden Wochen das Gericht entscheiden.
