24 April 2026, 12:23

Finanzkrise bei Rettungseinsätzen ohne Kliniktransport droht – Behörden schlagen Alarm

Ambulanz vor einem Backsteingebäude mit Fenstern, einer Schildertafel, Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel geparkt.

Finanzkrise bei Rettungseinsätzen ohne Kliniktransport droht – Behörden schlagen Alarm

Lokale Behörden schlagen Alarm wegen der Finanzierung von Rettungseinsätzen, bei denen Patienten vor Ort behandelt werden, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Diese sogenannten Notfälle ohne Transport stehen derzeit vor einer ungewissen finanziellen Zukunft. Beamte warnen, dass ohne eine klare Lösung lebenswichtige Dienstleistungen gefährdet sein könnten, während schutzbedürftige Personen unzumutbare Kosten tragen müssten.

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Von einem Nicht-Transport-Notfall spricht man, wenn Rettungssanitäter Patienten direkt am Einsatzort versorgen oder alternative Behandlungsmöglichkeiten organisieren, statt sie in eine Klinik zu bringen. Zwar sind solche Einsätze medizinisch notwendig, doch Krankenkassen verweigern oft die Kostenübernahme. Dadurch drohen kommunalen Rettungsdiensten Ausfälle in Höhe von mehreren zehnt Millionen Euro.

Stadtdirektor Martin Murrack betonte, dass die notfallmedizinische Versorgung niemals durch finanzielle Unsicherheiten beeinträchtigt werden dürfe. Die Behörden drängen auf eine nachhaltige, bundesweite Lösung in Zusammenarbeit mit Versicherungsträgern und Landesbehörden. Bisherige Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Rettungsdienstleistern blieben jedoch ohne Ergebnis.

Als mögliche Lösung schlagen Experten eine gesetzliche Änderung auf Bundesebene vor, die klarstellt, dass Rettungseinsätze mit Vor-Ort-Behandlung erstattungsfähig sind. Doch die Behörden räumen ein, dass eine individuelle Abrechnung dieser Einsätze zu übermäßigem Bürokratieaufwand, hohen Verwaltungskosten und zusätzlichem Stress für ohnehin belastete Menschen führen würde. Stattdessen plädieren sie dafür, die gesetzgeberische Arbeit wiederaufzunehmen und den Rettungsdienst im Sozialgesetzbuch zu verankern – um so einen fairen und dauerhaften Rahmen zu schaffen.

Ohne Gegenmaßnahmen könnte die Finanzierungslücke bei Nicht-Transport-Einsätzen die Kommunen zwingen, hohe Verluste zu tragen. Der Druck auf eine einheitliche, rechtlich abgesicherte Lösung bleibt bestehen. Die Verantwortlichen bestehen darauf, dass die Notfallversorgung zuverlässig bleiben und frei von finanziellen Hürden sein muss. Eine Entscheidung über die notwendigen Gesetzesänderungen gilt nun als Schlüssel zur Lösung des Problems.

Quelle