Frauenstreik in Gladbach: Kampf für Anerkennung und faire Bezahlung der Care-Arbeit
Ariane RosenowFrauenstreik in Gladbach: Kampf für Anerkennung und faire Bezahlung der Care-Arbeit
Frauenstreik in Mönchengladbach: Protest für gleiche Rechte am 9. März
Am 9. März soll in Mönchengladbach ein Frauenstreik stattfinden, organisiert von der lokalen Gruppe Orga Zelle Mönchengladbach. Die Aktion richtet sich gegen tief verwurzelte Ungleichheiten – insbesondere in der Care-Arbeit, die in der Stadt weiterhin unterbewertet und schlecht bezahlt wird. Die Organisatorinnen rufen nun zu mehr Engagement auf und suchen Freiwillige, die den Protest mitgestalten.
Der Streik findet seinen Mittelpunkt auf dem Sonnenhausplatz, wo eine Kundgebung und eine Demonstration geplant sind. Die Teilnehmerinnen werden bessere Bedingungen für Frauen fordern, die einen Großteil der bezahlten und unbezahlten Arbeit in der Stadt leisten. Von Kinderbetreuung bis Pflege: Ihre Arbeit hält Mönchengladbach am Laufen, doch diese Tätigkeiten werden oft weder anerkannt noch angemessen finanziert.
Soziale und gesundheitliche Versorgungseinrichtungen in der Stadt leiden unter chronischem Personalmangel, was Alleinerziehende besonders belastet. Auch Unterstützungsangebote für Gewaltbetroffene sind bis an ihre Grenzen ausgereizt. Der Streik soll diese systemischen Versäumnisse aufdecken und echten Wandel vorantreiben. Orga Zelle Mönchengladbach sucht aktiv Mitorganisatorinnen, die bei der Mobilisierung helfen und am Aktionstag unterstützen – etwa durch Flyerverteilung oder logistische Hilfe. Zwar wurden noch keine konkreten Partnerorganisationen genannt, doch Hinweise in sozialen Medien deuten darauf hin, dass sich der Streik in eine längere Tradition von Frauenprotesten in Deutschland einreiht – darunter eine für 2026 geplante bundesweite Aktion, auf die das Netzwerk Gesunde Kinder bereits hingewiesen hat. Frauen und Unterstützer:innen, die sich einbringen möchten, sind aufgefordert, sich am Planungsprozess zu beteiligen. Der Streik steht allen offen, die von diesen Ungerechtigkeiten betroffen sind oder sich dagegenstellen.
Am 9. März wird der Fokus auf der unbezahlten und unterbezahlten Arbeit liegen, die Frauen täglich in Mönchengladbach leisten. Durch die Zusammenkunft auf dem Sonnenhausplatz hoffen die Organisatorinnen, Druck für fairere Arbeitsbedingungen und stärkere Unterstützungssysteme aufzubauen. Der Aufruf zur Mitarbeit und Teilnahme bleibt bestehen – die Vorbereitungen laufen.
