Friedrich Merz erhält Großen Stutenkerl für Handwerks-Engagement in Dortmund
Edeltrud WagnerMerz sieht Deutschland in tiefgreifendem Umbruch - Friedrich Merz erhält Großen Stutenkerl für Handwerks-Engagement in Dortmund
Bundeskanzler Friedrich Merz erhielt am 17. Januar 2026 in Dortmund eine ungewöhnliche Ehrung: Die Westdeutsche Bäcker-Innung verlieh ihm den Großen Stutenkerl.
Die Preisverleihung fand im Veranstaltungszentrum der SIGNAL IDUNA Gruppe statt. Seit 1988 wird die Auszeichnung an Persönlichkeiten vergeben, die sich für das Bäckerhandwerk und das Handwerk im Allgemeinen einsetzen. Merz wurde für sein Engagement zugunsten der Fachberufe gewürdigt – ein Anliegen, das auch Borussia Dortmund-Präsident Hans-Joachim Watzke in seiner Rede betonte. Watzke lobte den Kanzler dafür, dass er trotz der Herausforderungen der Koalitionspolitik traditionelle Handwerksberufe wertschätze.
In seiner Ansprache bezeichnete Merz die aktuelle Lage Deutschlands als "tiefgreifenden Wandel". Er verwies auf die Spannungen am Arbeitsmarkt, die Belastungen der Sozialsysteme und die außenpolitischen Konflikte als zentrale Herausforderungen. Dennoch warnte er vor übertriebenem Pessimismus und erinnerte daran, dass das Land frühere Krisen gemeistert habe. Zudem hob er die Bedeutung von Zuwanderung für die Entwicklung des Ruhrgebiets und Nordrhein-Westfalens hervor. Die Veranstaltung unterstrich Merz’ doppelten Fokus auf wirtschaftliche Herausforderungen und kulturelles Erbe. Seine Worte verbanden eine klare Benennung der vor uns liegenden Schwierigkeiten mit dem Vertrauen in Deutschlands Anpassungsfähigkeit.
Der Besuch des Kanzlers in Dortmund vereinte symbolische Anerkennung mit einer offenen Debatte über die nationalen Aufgaben. Die Verleihung des Großen Stutenkerls stand für seine Unterstützung der Handwerksbranche, während seine Rede die Dringlichkeit der anstehenden Probleme aufzeigte. Gleichzeitig lenkte die Veranstaltung den Blick auf die Migrationsgeschichte und den industriellen Wandel des Ruhrgebiets.
