05 May 2026, 12:19

Friedrich Merz scheitert im ersten Jahr: Koalition zerrüttet, Union gespalten

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Teilungen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Friedrich Merz scheitert im ersten Jahr: Koalition zerrüttet, Union gespalten

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sein erstes Amtsjahr mit historisch niedrigen Umfragewerten – sowohl für seine Koalition als auch für seine Person – hinter sich gebracht. Die Spannungen zwischen seiner Unionspartei und der SPD haben sich verschärft, besonders seit Bildungsministerin Karin Prien die angespannte Zusammenarbeit öffentlich kritisierte. Aktuelle Konflikte um Sachfragen und Merz’ Führungsstil vertiefen die Gräben zusätzlich.

Die SPD hat in zentralen Themen wie Migration, Bürgergeld und Renten bereits Zugeständnisse gemacht. Dennoch wirft Merz der Partei weiterhin mangelnde Kompromissbereitschaft vor – und heizt so die Reibereien innerhalb der Koalition weiter an.

Innerhalb der Union drängt ein Flügel den Kanzler zu einer noch härteren Gangart gegen die SPD. Doch seine jüngsten Vorwürfe könnten nicht nur bei den Sozialdemokraten, sondern auch bei innerparteilichen Kritikern auf Widerstand stoßen. Beobachter warnen, dass Merz’ Konfrontationskurs nach hinten losgehen und seine Position schwächen statt stärken könnte.

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Priens Äußerungen spiegeln eine breitere Unzufriedenheit mit der mangelnden Kooperationsfähigkeit der Koalition wider. Einige raten Merz, sich ein Beispiel an CDU-Ministerpräsidenten wie Daniel Günther und Hendrik Wüst zu nehmen, die ihre Bündnisse erfolgreicher steuern. Der Appell an die Berliner Regierung, „auch anderen ihren Moment zu geben“, unterstreicht die wachsende Überzeugung, dass nicht Konfrontation, sondern Flexibilität der Schlüssel zu stabiler Regierungsarbeit ist.

Am Ende von Merz’ erstem Jahr steht die Koalition weiter unter Druck. Seine SPD-Kritik hat die Spannungen verschärft, während der interne Widerstand in der Union wächst. Ohne Kurskorrektur könnte die Handlungsfähigkeit der Regierung weitere Dellen bekommen.

Quelle