Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel
Edeltrud WagnerFünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs Ländern haben in Deutschland ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative Perspektive Pädagogik bereitet sie auf Berufe in der Bildung und Kinderbetreuung vor. Die Veranstalter hoffen, mit dem Kurs dem wachsenden Fachkräftemangel in diesen Bereichen entgegenzuwirken.
Die Teilnehmerinnen stammen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien. Innerhalb des nächsten Jahres streben sie das Sprachniveau C1 in Deutsch an – eine zentrale Voraussetzung für eine pädagogische Ausbildung oder ein Studium der Erziehungswissenschaften.
Das Programm kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischen Erfahrungen. Die Teilnehmenden absolvieren Hospitationen und Praktika in Grundschulen und Kitas. Zudem erhalten sie individuelle Berufsberatung, Unterstützung bei Bewerbungen sowie spezielle Kurse zu kindlicher Entwicklung und didaktischen Methoden.
Exkursionen vermitteln ihnen Einblicke in verschiedene Berufsfelder der Bildung. Frühere Kurse führten bereits zu Arbeitsverhältnissen oder Ausbildungsplätzen im Bereich der Frühpädagogik. Viele Absolventinnen arbeiten inzwischen in Kitas, auch wenn konkrete Zahlen nicht vorliegen.
Der aktuelle Lehrgang endet Mitte Dezember 2026. Ein erfolgreicher Abschluss könnte den Teilnehmenden den Weg zu weiteren Qualifizierungen oder einem Studium ebnen. Angesichts des Fachkräftemangels im Bildungsbereich will das Programm nicht nur Lücken schließen, sondern Zuwanderinnen auch eine langfristige berufliche Perspektive bieten.






