04 February 2026, 05:15

Ganztagsbetreuung an Grundschulen: Umsetzung stockt trotz Rechtsanspruch ab August 2026

Der Eingang einer Schule mit einem Schild, das "Schule" auf der Seite einer Straße trägt, mit einem Bogen, Tor, Namensschild, Pflanzen, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Ganztagsbetreuung an Grundschulen: Umsetzung stockt trotz Rechtsanspruch ab August 2026

Ausschuss für Schulen, Bildung und Kultur tagt öffentlich am Donnerstag, 27. November, um 17:00 Uhr

Die Sitzung findet in der Velbert-Halle, Thomasstraße 1, statt. Anwohnerinnen und Anwohner können teilnehmen; die vollständige Tagesordnung ist im Vorfeld online einsehbar.

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Ganztagsbetreuung an Grundschulen im Fokus Hauptthema der Beratungen ist die Umsetzung der bundesweiten Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, die ab August 2026 schrittweise eingeführt wird. Grundlage ist ein Gesetz aus dem Jahr 2021, das einen Rechtsanspruch auf achtstündige Betreuung für Erstklässler vorsieht – ausgeweitet auf alle Jahrgänge 1 bis 4 bis zum Schuljahr 2029/30.

Der Bund hatte 2021 im Rahmen des Achten Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) den Anspruch auf ganztägige Grundschulbetreuung verankert. Ab dem 1. August 2026 erhalten alle Erstklässler bundesweit an fünf Tagen pro Woche acht Stunden Betreuung. Bis 2029/30 muss das Angebot für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 sichergestellt sein.

Umsetzung stockt: Personal-, Raum- und Finanzierungsengpässe Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den Ländern, doch es gibt erhebliche Herausforderungen. In Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen melden Schulen Engpässe bei Fachkräften, Räumlichkeiten und Mitteln. Eine aktuelle Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) und des Meinungsforschungsinstituts forsa ergab, dass 25 Prozent der Schulleitungen nicht garantieren können, im Schuljahr 2026/27 alle Erstklässler unterzubringen. Dennoch plant NRW bis 2029/30 rund 605.000 Ganztagsplätze zu schaffen.

Der Ausschuss wird den aktuellen Stand der Vorbereitungen prüfen. Sämtliche Unterlagen und die Tagesordnung sind im Ratsinformationssystem unter ratsinfomanagement.net abrufbar.

Öffentlichkeit kann sich informieren Die Sitzung bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über den Stand der Ganztagsbetreuung zu informieren. Vertreter der Verwaltung werden über Fortschritte und Hürden vor dem Start 2026 berichten. Interessierte können sich zudem vorab online über die Hintergründe informieren.