Gewalt im Fußball 2024/25: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Verstöße als je zuvor
Ariane RosenowGewalt im Fußball 2024/25: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Verstöße als je zuvor
Fußballbedingte Gewalt und Ausschreitungen zeigen im Spieljahr 2024/2025 gemischte Trends
Während einige Vorfälle zurückgingen, nahmen andere zu – das geht aus Daten der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervor. Der Bericht analysierte 2.683 Spiele in deutschen Ligen und offenbart Verschiebungen im Fanverhalten sowie in der Polizeistrategie.
Die Zahl gewaltbereiter Personen in den Fangruppen stieg auf etwa 18.000 – ein Anstieg um 280 im Vergleich zur Vorsaison. Die Polizei reagierte mit mehr präventiven und restriktiven Maßnahmen: Die Einsatzzahlen erhöhten sich um rund 2,3 %.
Die Zuschauerzahlen stiegen deutlich an: Rund 32,95 Millionen Fans besuchten die Spiele – ein Plus von 15 %, was 4,3 Millionen zusätzlichen Besuchern entspricht. Gleichzeitig sanken die Verletzungen in den ersten drei Ligen um 17,2 %: 1.107 Menschen wurden verletzt, darunter 624 Unbeteiligte und 160 Polizeibeamte. Letztere verzeichneten einen Rückgang um 48 %.
Auch die strafrechtlichen Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal gingen um 22 % zurück und beliefen sich auf 5.197 Fälle. Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sanken von 721 auf 468. Dagegen stieg der Missbrauch von Pyrotechnik drastisch um 73 % – mit 4.783 registrierten Verstößen.
Die Zahlen des Spieljahres zeichnen ein widersprüchliches Bild des Fanverhaltens: Zwar gingen Verletzungen und bestimmte Straftaten zurück, doch der unsachgemäße Umgang mit Pyrotechnik nahm stark zu. Polizeimaßnahmen und Strafverfolgung passten sich diesen Entwicklungen an – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen bei der Stadionsecurity.






