GLS Bank schließt DKP-Konten – Proteste und Konto-Wechsel folgen
GLS Bank schließt Konten der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der Roten Hilfe – Protestwelle folgt
Die GLS Bank hat Konten der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der linksextremen Organisation Rote Hilfe gekündigt – ein Schritt, der landesweite Proteste auslöste. Die Bank berief sich auf rechtliche und regulatorische Verpflichtungen, doch Kritiker werfen ihr vor, aus politischen Motiven gehandelt zu haben.
Die Entscheidung hat zu einem Vertrauensbruch geführt: Die DKP brach die Zusammenarbeit mit der GLS Bank ab und wechselte zu öffentlichen Sparkassen.
Der Streit begann, als die GLS Bank die Konten von DKP und Roter Hilfe schloss. Beide Organisationen behaupteten, die Schließungen stünden im Zusammenhang mit US-Sanktionslisten, und bezeichneten das Vorgehen als politisch motiviert. Als Reaktion unterzeichneten Tausende einen offenen Brief, in dem sie die GLS Bank aufforderten, ihre Entscheidung rückgängig zu machen – mit dem Hinweis auf langfristige Reputationsschäden.
Es folgten Proteste. Zwar wurden die Konten der Roten Hilfe bei der GLS Bank später wieder freigegeben, doch die Sparkasse Göttingen wurde gerichtlich verpflichtet, deren Konten offen zu halten. Die DKP kündigte unterdessen an, künftig nicht mehr mit der GLS Bank zusammenzuarbeiten, sondern auf die öffentlichen Sparkassen in Deutschland auszuweichen, die gesetzlich verpflichtet sind, Konten anzubieten. Bei einer Mitgliederversammlung bestätigten später 676 von 720 Mitgliedern den Vorstand der Bank in seinem Amt – ein Zeichen für die anhaltende Unterstützung der Bankpolitik.
Die GLS Bank führte zudem Gespräche mit betroffenen Kunden und beriet sie darüber, wie sie Transaktionen vermeiden können, die regulatorische Prüfungen auslösen könnten. Die Initiative Stop Debanking wies darauf hin, dass Banken verdächtige Aktivitäten den Behörden melden müssen – eine Pflicht, auf die sich die GLS Bank in ihrer Verteidigung berief.
Die Folgen der Kontoschließungen haben die Beziehung zwischen der GLS Bank und ihren Kunden nachhaltig verändert. Während die DKP zu öffentlichen Sparkassen wechselte, behielt die Rote Hilfe nach öffentlichem Druck ihre Konten. Der Konflikt zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Finanzregulierung und politischem Aktivismus auf.






